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Die neue EU-Kohäsionspolitik als moderne Investitionspolitik

by ww — last modified 2011-11-18 15:49

Hochkarätige Vertreter der EU-Kommission sowie der bayerischen und österreichischen Politik und Verwaltung diskutierten bei der Jahrestagung des EU-Programms INTERREG Bayern – Österreich am 14.11.2011 in Rosenheim über die Strategie "Europa 2020 und den Beitrag der Euregios"

Die neue EU-Kohäsionspolitik als moderne Investitionspolitik

LHF Gabi Burgstaller (3.v.r.), OB Gabriele Bauer (2.v.r.) und die PräsidentInnen der Euregios im Grenzgebiet Bayern-Österreich unterstrichen die Wichtigkeit einer innovativen Regionalpolitik

Die einleitenden Worte sprachen Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller. Beide Damen betonten die Wichtigkeit von starken Regionen und funktionierenden Kooperationen in einer Zeit nicht immer einfacher europäischer Rahmenbedingungen.

"Zwei große Ziele sollen mit der Strategie Europa 2020 verfolgt werden: Wachstum und Beschäftigung in den schwächeren Regionen zu steigern und den territorialen Zusammenhalt der EU zu stärken." Als wesentliche Neuerung der EU-Kohäsionspolitik 2014-2020 betonte Dr. Wolfgang Streitenberger, Berater des Generaldirektors der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission, in seinen anschließenden Ausführungen die "Fokussierung auf Resultate und Wirkungen der getätigten Investitionen".

Bei den messbaren und sichtbaren Ergebnissen und Erfolgen setzten die PräsidentInnen der sechs Euregios des bayerisch-österreichischen Grenzgebiets, darunter auch Prof. Walter J. Mayr von der Euregio Inntal, im Rahmen der Podiumsdiskussion an: INTERREG stellt als grenzüberschreitendes EU-Förderprogramm eine wichtige Säule der "Europäischen Territorialen Zusammenarbeit" dar. Es gibt bereits in der laufenden Förderperiode 2007-2013 eine beachtliche Zahl von erfolgreichen INTERREG-Projekten, welche Beiträge zu den Themen der Strategie Europa 2020 leisten, wie beispielsweise Innovationspolitik durch Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Förderung des lebenslangen Lernens durch Qualifizierungsmaßnahmen, Verbesserung der Ressourceneffizienz. Die Euregios sehen sich auch in der zukünftigen INTERREG-Förderperiode 2014-2020 als starke Partner vor Ort, die einen unverzichtbaren Beitrag leisten, die bayerisch-österreichische Grenzregion weiterzuentwickeln und die Region wettbewerbsfähiger und innovativer zu gestalten.

Die wichtige Rolle der Euregios bei der Umsetzung von INTERREG-Projekten wurde auch von Markus Gneiß als Vertreter der Programm-Verwaltungsbehörde in seinem Referat betont. Bei den von der EU-Kommission in den vorliegenden Verordnungsentwürfen vorgeschlagenen thematischen Schwerpunkten für die zukünftige Programmperiode 2014-2020 sieht Gneiß die Fortführung des von den Euregios verwalteten Kleinprojektefonds und der Euregio-Geschäftsstellenförderung als abgesichert.

Zur Abrundung des Themenkomplexes Europa 2020 wurde von Günter Knötig, Leiter der Abteilung Überörtliche Raumplanung des Landes Oberösterreich, die "Europaregion Donau-Moldau als eine mögliche Antwort auf europäische Strategien" vorgestellt.

Über 100 Teilnehmer aus dem gesamten Programmgebiet - darunter viele Bürgermeister, Landräte und Bezirkshauptleute - waren bei der Veranstaltung dabei.

Die Präsentationen der Referenten können von der Programm-Homepage www.interreg-bayaut.net unter der Rubrik "Aktuelles" abgerufen werden.