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Dreizehn neue grenzüberschreitende INTERREG-Projekte genehmigt - bisher bereits 37,4 Mio. Euro an EU-Mitteln für den bayerisch-österreichischen Grenzraum bereitgestellt

by ww — last modified 2010-11-29 15:29

Das Entscheidungsgremium des grenzüberschreitenden EU-Förderprogramms INTERREG Bayern – Österreich tagte am 11. und 12. Mai 2010 in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck. Bei dieser Begleitausschuss-Sitzung wurden 13 neue Projekte mit einem EU-Fördervolumen von 4,2 Mio. Euro eingeplant, u.a. auch der neue Euregio Inntal Kleinprojektefonds.

Insgesamt ergibt das die erfolgreiche Zwischenbilanz von 95 Einzelprojekten mit einer EU-Fördersumme von 37,4 Mio. Euro, die in die bayerisch-österreichische Grenzregion fließen wird. Somit sind 70% des bayerisch-österreichischen INTERREG-Budgets bereits vergeben. Nach wie vor besteht großes Interesse an grenzüberschreitenden Projekten. Das EU-Förderprogramm INTERREG Bayern Österreich wird noch bis 2013 weiterlaufen; bis dahin stehen noch rund 17 Mio. Euro an EU-Mitteln für weitere grenzüberschreitende Projekte zur Verfügung.

Der Schwerpunkt der in Innsbruck genehmigten Projekte liegt im Umweltbereich. Beim Projekt "Gemeinsame nachhaltige Umweltbildung im Donautal" des Landkreises Passau und der Marktgemeinde Engelhartszell soll eine Erweiterung und Aktualisierung der bestehenden Ausstellung in der Umweltbildungsstätte Haus am Strom durchgeführt werden, die sich direkt neben dem Flusskraftwerk Jochenstein auf bayerischer Seite befindet, wo auch der Donauradweg vorbeiführt.

Die neue Ausstellung wird insbesondere die Themen Biodiversität, Natura 2000, Klimawandel und regenerative Energien aufgreifen und mit modernsten Mitteln der Mediendidaktik durch Inszenierungen und Interaktionen zur positiven Wissensvermittlung für die einheimische Bevölkerung, für Schülergruppen, Ausflügler, vorbeikommende Radfahrer und naturinteressierte Touristen beitragen..

Das zweite genehmigte Umweltprojekt ist im schwäbischen Füssen unmittelbar an der Grenze zu Tirol angesiedelt. Als Ergänzung zum bereits bestehenden Walderlebniszentrum Ostallgäu-Außerfern soll mit Hilfe von INTERREG-Fördermitteln ein 500 m langer "Baumkronenweg" errichtet werden. Der Weg wird die Besucher bis zu 25 m Höhe in und über die Baumkronen führen und soll das Wissen und Verständnis über die Bedeutung des Waldes, die natürlichen Ressourcen und die Zusammenhänge der Naturräume fördern und zu einer neuen Attraktion in der Region werden.

Dank der Lage und Höhenentwicklung sind spektakuläre Ausblicke in die Wildflusslandschaft des Lechs sowie in die Bergwelt von Bayern und Tirol möglich. Besonders herauszustreichen ist die barrierefreie Konstruktion des Baumkronenwegs, wodurch eine Nutzung auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen möglich sein wird.

"Lech Weg – Wandern am Fluss" des Lebens heißt ein Tourismusprojekt, das die Planung und Umsetzung der Beschilderung bzw. des Wegleitsystems entlang des Lechs zwischen Füssen und Lech am Arlberg, die Einrichtung von Ruheplätzen und geschnitzten Wegbegleitern als Inszenierungen, die Erstellung von Wanderkarten, einer Website, eines Imagefilms sowie einer Informationsbroschüre umfasst. Umfangreiche Marketingmaßnahmen wie ein gemeinsamer Internetauftritt, Präsentationen auf Messen und in Spezialmagazinen, die Durchführung von Wander-Events sowie von Journalistenwanderungen sollen den Lech Weg bewerben und dadurch neue Zielgruppen erschließen.

Weitere neu genehmigte Projekte sind das Tourismusprojekt "Innovations- und Kompetenzzentrum Kulinarik", das Arbeitsmarktprojekt "Bewegte Ganztagsschule" und das Sozialprojekt "NaMAR - Netzwerk für alte Menschen im alpenländischen Raum".

Darüber hinaus wurden auch wieder die Kleinprojektefonds der Euregios für die nächsten drei Jahre abgesichert, um auch weiterhin zahlreiche "people to people" Projekte und kleinregionale und lokale Initiativen zu fördern.

Der Kleinprojektefonds der Euregio Inntal mit einer Laufzeit bis 31.03.2013 ermöglicht es Projektträgern ab 01.07.2010 Kleinprojekte im Grenzraum mit einem Gesamtkostenvolumen von max. € 25.000,-- mit einer 60-%igen EU-Förderung umzusetzen.