Euregio-Fachtagung zeigt: dynamische Entwicklung im Bereich der Elektromobilität – Regionen stehen vor enormen Herausforderungen
Die Euregio Inntal lud Mitte Juli hochkarätige Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zur „Fachtagung E-Mobility“ in den SUN-TOWER Wörgl
Intensive grenzüberschreitende Diskussionen: vlnr Peter Teuschel, Stadtwerke Wörgl, Polizeipräsident a.D. Franz Mayer, Euregio-Vizepräsident Bgm. Heinritzi, Wörgls Bgm. Hedwig Wechner, AK-GL MMag. Ritzer
Mit jährlich stattfindenden Fachtagungen behandelt die Euregio aktuelle und in der grenzüberschreitenden Region bedeutende Themen und bietet dafür einen öffentlichen Rahmen. Die mittlerweile dritte Veranstaltung dieser Art beleuchtete den aktuellen Stand und die zukünftigen Entwicklungen der E-Mobilität in der Euregio.
Regionen stehen im Bereich Verkehr in den nächsten Jahren vor zahlreichen neuen Entwicklungen und Herausforderungen. Das Verkehrsaufkommen steigt, nachhaltige und umweltfreundliche Lösungen werden benötigt. Die E-Mobilität bietet hier große Chancen. Neben einem marktgerechten Angebot an Fahrzeugen einerseits bedarf es vor allem auch eines intelligenten Netzes für Verkehrssteuerung und Energieverteilung.
Diese und weitere Ergebnisse brachte die Euregio-Fachtagung E-Mobility“, bei der fachkundige Referenten aus Bayern und Tirol die rund 40 Teilnehmer aus drei verschiedenen Blickwinkeln informierten:
Martin Wex, Vizebürgermeister der Stadtgemeinde Schwaz, sprach über die konkrete Umsetzung von E-Mobility-Projekten im Gemeindebereich, Manfred Resch von der Fa. Schletter im bayerischen Kirchdorf/Haag beleuchtete die Verkehrsinfrastrukturen der Gegenwart und der Zukunft und Tomas Mezger von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft München berichtete von hochinteressanten Initiativen in der Forschung & Entwicklung.
Der Weg zu einer „elektrischen Massenmobilität“ ist, nicht zuletzt aufgrund der aktuell hohen Preise von E-Fahrzeugen und der dazugehörigen Infrastruktur, noch ein weiter. Die Teilnehmer waren sich aber auch einige, dass die Potentiale vielfältig sind: E-Fahrzeuge weisen einen geringeren Energieverbrauch als konventionelle Kraftfahrzeuge auf, sie produzieren weniger CO2-Emissionen, haben niedrigere Betriebs- und Wartungskosten, der Motor ist nahezu geräuschlos und nicht zuletzt bietet der neu entstehende Markt eine große Chance für die Industrie.
Um die Elektromobilität weiter voranzutreiben, ist neben einer engen Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft vor allem die Entwicklung ganzheitlicher Mobilitätskonzepte entscheidend. Nachhaltige und kundenorientierte Vernetzung, z.B. zwischen öffentlichem und individuellem Verkehr, ist ein Gebot der Stunde.
In der anschließenden intensiven Diskussion wurden konkrete Ideen für gemeinde- bzw. grenzübergreifende E-Mobility-Projekte in der Euregio thematisiert. Die Fachtagung erfüllte somit bestens ihre Aufgabe als Kontaktplattform für potentielle Kooperationspartner.
Rückfragehinweis:
Euregio Inntal – Chiemsee – Kaisergebirge – Mangfalltal
GF Mag. (FH) Walter Weiskopf
Tel.: +43 5372 71819-193
e-mail: office@euregio-inntal.com