Euregio Inntal fördert Initiativen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
Eine äußerst positive Bilanz zog Präsident Walter J. Mayr bei der Generalversammlung 2012 im Rathaus Rosenheim. Die Euregio präsentiert sich als stark nachgefragte und kompetente Anlaufstelle für EU-Förderungen
Seit mittlerweile über 10 Jahren arbeitet die Euregio Inntal – Chiemsee – Kaisergebirge - Mangfalltal für den europäischen Einigungsprozess auf regionaler Ebene und unterstützt so den Gedanken eines zusammenwachsenden Europas. Aktivitäten mit Fördermittel in der Höhe von rund € 14 Mio. wurden in dieser Zeit umgesetzt.
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die Geschäftsstelle in Kufstein als Projektentwicklungs- und Beratungsorgan sowie Förderstelle wieder viel zu tun.
„Erfreulicherweise konnten mehrere INTERREG-Projekte erfolgreich abgeschlossen werden“, berichtete Präsident Mayr den Mitgliedern anlässlich der Generalversammlung. Die Großprojekte „Moor Allianz in den Alpen“ oder „Höhlen-Kultur-Erlebnis Inntal“ werden auch nach Ende der offiziellen Laufzeit weitergeführt, damit wird auch dem Sinn der 60 %-igen Anschubfinanzierung aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung entsprochen.
Weiters wurden vom Euregio-Vorstand fünf Kleinprojekte aus den Themenbereichen Wirtschaft, Tourismus, Bildung und Kultur genehmigt, die ebenfalls den Grenzraum zwischen Traunstein, Rosenheim, Kufstein und Kitzbühel stärken.
Die Ausstattung der grenznahen bayerischen Rettungsorganisationen mit digitalen Funkgeräten, um eine Kommunikation mit ihren Tiroler Kollegen bei Rettungseinsätzen zu ermöglichen, oder die langjährige Kooperation mit den Rosenheimer Hagelfliegern, die bei ihren Einsätzen 13 Tiroler Gemeinden miteinbeziehen, um zumindest größere Hagelschäden zu vermeiden, sind weitere erfolgreiche Beispiele aus der Euregio-Arbeit.
Aber auch zahlreiche Veranstaltungen in Bayern und Tirol fanden statt: so kam es erst Mitte Juni über Einladung von Kufsteins Bezirkshautpmann Christian Bidner zu einem Forst- und Jagdgespräch, bei dem etliche Jagd- und Forstverantwortliche aus Miesbach, Rosenheim, Kufstein und Kitzbühel teilnahmen. Dort kristallisierte sich heraus, dass die Rotwilddichte und die grenzüberschreitende Rotwildbewegung ein Problem darstellen. Ziel wäre daher eine wissenschaftlich fundierte Wildbestandserhebung für ein mögliches INTERREG-Rotwild-Projekt.
Präsident Mayr und Geschäftsführer Weiskopf sind sich einig: „Gemeinden, öffentliche Verwaltungen, Interessensvertretungen und Bildungseinrichtungen fungieren als wichtige Motoren für eine attraktive Gestaltung des Grenzraums. Sie können von den Projektergebnissen und den verbundenen Zuschüssen aus EU-Fördertöpfen nachhaltig profitieren.“
Weitere Informationen zur Geschäftsstelle, Antragstellung, Projektanforderungen und INTERREG-Förderkriterien sind unter folgenden Links zu finden:
Die Broschüre zur Generalversammlung können Sie hier downloaden: