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Eurobarometer Regionalpolitik – hohe Zufriedenheit in Österreich

by ww — last modified 2008-03-17 08:50

Am Freitag der vergangenen Woche, präsentierte Danuta Hübner, Kommissarin für Regionalpolitik, die Ergebnisse einer Eurobarometer-Umfrage, welche die Wahrnehmung der europäischen Regionalpolitik der EU-Bürger misst.

Dabei zeigt sich, dass die Mehrheit der EU-Bürger mit der Regionalpolitik zufrieden ist. In Österreich befinden 64% der Befragten, dass ihre Region über Mittel des Kohäsionsfonds gefördert wird. Auch auf die Frage ob die Region von den wahrgenommenen Fördermitteln profitieren würde, antworteten 74% mit ja. Das zeigt, dass die österreichische Bevölkerung mit der Regionalförderung überdurchschnittlich zufrieden ist – Österreich liegt unter den Top 5 der zufriedensten Mitgliedstaaten. In Slowenien, wo ein großer Teil der Bevölkerung sich der zugeteilten Fördermittel bewusst ist, wird jedoch die Wirksamkeit dieser Mittel am schlechtesten beurteilt.

Sprechen sich mehr als 90% der Befragten aus den neuen Mitgliedsstaaten dafür aus, dass den ärmeren Regionen die meisten Fördermittel zukommen sollen, so ist Österreich in dieser Frage im Vergleich zu allen anderen 27 Mitgliedstaaten am skeptischsten. Dennoch, immerhin 77% sprechen sich für die Privilegierung ärmerer Regionen bei der Verteilung von Fördermitteln aus.

Am wichtigsten sind aus der Sicht Österreichs die Förderung von Klein- und Mittelbetrieben, Energieversorgung sowie Umweltschutz.

Auch bei der Bewertung der Verwaltungsmethode der Regionalförderungen zeigen sich Österreicher mit 86% im Vergleich zum EU-Schnitt von 80% überdurchschnittlich zufrieden. Die Verwaltung erfolgt über das Partnerschaftsprinzip. Das heißt, dass Projekte in Verbindung mit lokalen und regionalen Organisationen co-finanziert werden, was den einzelnen Regionen eine sehr große Wahlfreiheit im Bezug auf die Art und Weise, wie Regionalpolitik betrieben wird, lässt.

Um für mehr Transparenz zu sorgen, was die Verteilung der Mittel anbelangt, sind die Mitgliedsstaaten seit 2007 verpflichtet, eine Liste mit allen von der EU co-finanzierten Projekten unter Angabe der erhaltenen Beiträge zu veröffentlichen.

Der vollständige Bericht über die Umfrage kann unter folgender Adresse abgerufen werden: http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/flash_arch_en.htm

Quelle: Newsletter „Tirol in Europa“ Nr. 10/2008, 14.03.2008