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Fahrenschon: „Think global, act local - Der europäische Gedanke nimmt Gestalt an in Form der Euregios!“

by ww — last modified 2011-11-18 14:45

Bayerns Finanzminister unterstrich bei seinem Impulsreferat anlässlich der Euregio Inntal Generalversammlung 2010 auf der Insel Herrenchiemsee die Bedeutung von grenzüberschreitenden Kooperationen.

Fahrenschon: „Think global, act local - Der europäische Gedanke nimmt Gestalt an in Form der Euregios!“

grenzüberschreitende Podiumsdiskussion v.l.n.r. B. Astleitner (Leiter WK Kufstein), Staatsminister Fahrenschon, Moderator P. Nindler (Tiroler Tageszeitung), HJ. Steinlechner (Leiter AMS Bezirk Kufstein), Rosenheims Landrat J. Neiderhell

„Die Euregio Inntal hat sich zum Ziel gesetzt, den Europagedanken auch auf regionaler Ebene umzusetzen und damit viel zum Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tirol beigetragen! Sie ist 12 Jahre nach ihrer Gründung zu einer unverzichtbaren Informationsstelle, Beratungsplattform und Netzwerk für die Region geworden.“, hob der Bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon am Freitag (9.7.) auf Herrenchiemsee die Bedeutung insbesondere der Euregio Inntal anlässlich deren Generalversammlung hervor.

„Einen attraktiven und zukunftsweisenden Arbeits- und Lebensraum über die Grenzen zu entwickeln, einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum zu etablieren und die Umwelt- und Lebensqualität zu erhöhen und die ohnehin schon enge Verknüpfung des Kulturraums in der Region zu intensivieren - dazu trägt die Euregio Inntal maßgeblich bei“, so der Finanzminister weiter.

Die Euregio Inntal liege mitten im Zentrum der „Super-Region Alpine Arc“, die sich über das gesamte deutsche, österreichische und italienische Alpengebiet von Stuttgart bis Mailand erstreckt und eine der wirtschaftlich stärksten Super-Regionen der EU ist. „Dennoch ist es traditionell ein besonderes Anliegen der Staatsregierung, die Grenzräume Bayerns auch als Teil des ländlichen Raums zu fördern und zu entwickeln: zum einen wollen wir den ländlichen Raum als eigenständigen Lebens- und Wirtschaftsraum sichern und erhalten, seine Eigenarten und gewachsenen Strukturen bewahren. Zum anderen müssen wir darauf schauen, dass alle infrastrukturellen Bedürfnisse wie Wohnen, Arbeit, Bildung bedient werden.“ erklärte Fahrenschon. In den vergangenen 20 Jahren habe der Freistaat speziell auch in den Grenzregionen über die Regionalförderung insgesamt fast 3 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Damit konnten in diesen Gebieten Investitionen in Höhe von 14 Milliarden Euro mobilisiert, 54.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und 330.000 Arbeitsplätze gesichert werden.

„Der Beitrag des Staates ist aber nur die eine Seite. Die andere Seite ist die gelebte Gestaltungskraft vor Ort gemäß den Prinzipien der Subsidiarität und des Föderalismus. Hier greift die Idee der Euregio, einen lebendigen Austausch der Kommunen und Regionen zu fördern, die partnerschaftliche Zusammenarbeit zu stärken und gemeinsam Probleme zu lösen.“ lobte Fahrenschon die Strategie der Euregios. „Ich möchte nur ein Beispiel anführen, das mich besonders überzeugt hat: Die „Rosenheimer Hagelabwehrflieger“ überqueren seit 1998 nach Initiative der Euregio Inntal auch das angrenzende Tiroler Gebiet und schützen so effektiv vor Hagelschaden. Für die gesamte Arbeit der Euregio Inntal sage ich ein herzliches Vergelt’s Gott“ schloss Fahrenschon.

Foto: Euregio Inntal

Quelle: http://www.stmf.bayern.de/internet/stmf/aktuelles/pressemitteilungen/2010_227/index.htm