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Der Inn - die Lebensader Tirols

by ww — last modified 2010-04-08 11:51

Als Kulturlandesrätin gratuliere ich den Verantwortlichen der Euregio Inntal zu ihrem gelungen Buch „Handelsweg – Lebensader Inn“! Der Kulturträger und zugleich die Lebensader Tirols besticht seit jeher durch grünes bis steingraues Wasser, den ungestümen Charakter sowie zahlreiche Mythen und Legenden.

Früher war der Fluss die natürliche Hauptverkehrsader von Tirol über Rosenheim und Wasserburg bis zur Donau. Entlang des Schifffahrts-Weges entwickelten sich florierende Handelsstädte. Nicht umsonst leitet sich der Name Innsbrucks von Inn und Brücke (Brücke über den Inn) ab. Damals wurden noch auf einfachen Holzschiffen (Plätten) etliche wichtige Güter, Personen und Militär-Einheiten verschifft. Es ist also kein Zufall, dass die Städte entlang des Inns, als blühende Handels- und Kulturräume, gemeinsame Charakteristika aufweisen.

Heute ist die Bedeutung des Inns als Transportweg rückläufig, wohingegen er der Bevölkerung auf andere Art und Weise Leben spendet: Für unterschiedlichste SportlerInnen ist er stets herausfordernd und abwechslungsreich. Fischer finden einen gesunden und guten Fischbestand. WissenschafterInnen verschiedenster Disziplinen bietet sich ein abwechslungsreiches Betätigungsfeld. Vor allem garantiert er uns eine unerschöpfliche und umweltfreundliche Quelle zur Energieerzeugung aus Wasserkraft. Nicht zuletzt finden Erholungssuchende geeignete Entspannungsmöglichkeiten und Kulturfreunde entlang der Ufer zahlreiche Museen.

Als erklärte Freundin der Kultur- und Lebensader Inn wünsche ich den LeserInnen viel Spaß mit dem Buch. Durch die Broschüre der Euregio sei an die gemeinsame Entstehungsgeschichte der Städte am Inn erinnert. Einheimische, SchülerInnen und Tirols Gäste sollen wieder ein Bewusstsein für den tirolerisch-bayrischen Kulturkreis entwickeln. In einem gemeinsamen Haus Europa darf nämlich abseits von Grenzen gedacht und gehandelt werden. Mögen wir daher ein wenig mehr Sensibilität und nachhaltiges Denken für unseren Fluss entwickeln und mögen wir gemeinsam an der Zukunft unseres grenzübergreifenden Lebensraumes arbeiten!

 

 

 

 

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Dr. Beate Palfrader

Landesrätin für Bildung und Kultur