INTERREG Bayern – Österreich fördert nachhaltige Projekte im Bereich Wirtschaft und Verkehr im gemeinsamen Grenzraum
Von der Rohstoffkrise zur Ressourceneffizienz und von der Machbarkeitsstudie zur RegionalStadtBahn
Der Begleitausschuss des grenzüberschreitenden EU-Förderprogramms INTERREG Bayern – Österreich 2007 – 2013 hat bei seiner Sitzung am 24.05.2011 Puch bei Hallein zwei neue, strategisch wichtige und vor allem sehr nachhaltige Projekte mit Gesamtkosten in der Höhe von 1,8 Millionen Euro genehmigt. Knapp eine Million Euro davon werden von der EU aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert, der Rest stammt aus nationalen öffentlichen Mitteln.
Beim Projekt "Von der Rohstoffkrise zur Ressourceneffizienz" geht es darum, die Effizienz im Rohstoff- und Materialverbrauch in den produzierenden Unternehmen der beteiligten Regionen in Oberösterreich und Niederbayern zu verbessern. Optimiert werden dabei die Beschaffung von Rohstoffen inklusive der Sekundärrohstoffbeschaffung sowie die Ressourceneffizienz bei der Produktion und bei technischen Verfahren. Die Themen Recycling und Kreislaufführungspotenziale werden dabei mit untersucht, um insbesondere regionale Kreisläufe wieder zu beleben und zu stärken. Auf Basis von umfangreichen Recherchen anhand bereits vorhandener Informationen und von branchenspezifischen Primärdatenerhebungen direkt bei den Betrieben und Verbänden soll eine Publikation erarbeitet werden, in der die Potenziale zur Verbesserung der Ressourceneffizienz beschrieben werden. Unter Einbindung der Wissenschaft, Wirtschaft und Interessensverbände werden die Ergebnisse im Rahmen von mehreren Branchenworkshops diskutiert und präsentiert. Die Ergebnispublikation kann auch anderen Wirtschaftsregionen zur Verfügung gestellt werden.
Für den salzburgisch-bayerischen Grenzraum wird eine Machbarkeitsstudie für eine RegionalStadtBahn als nachhaltiges Verkehrsprojekt erarbeitet. Ziel ist es dabei, mit den bestehenden, aber durchaus auch mit neu zu errichtenden Schienenstrecken den Salzburger Zentralraum mit den benachbarten bayerischen Landkreisen und dem angrenzenden oberösterreichischen Gebiet zu verbinden und die beste Lösung dafür zu finden. Auf Basis einer umfangreichen Mobilitätserhebung und Datenanalyse sollen für verschiedene Szenarien bzw. Trassenpläne die Wirkungen der möglichen RegionalStadtBahn-Varianten berechnet sowie quantitative und qualitative Bewertungen der einzelnen Planfälle zur Raumentwicklung durchgeführt werden. Parallel zu den alternativen Szenarien werden auch Begleitmaßnahmen erarbeitet, die bei der Bewertung mit berücksichtigt werden. Als Endergebnis werden konkrete Empfehlungen an die politischen Entscheidungsträger zum Ausbau der RegionalStadtBahn ausgearbeitet.
Weitere Informationen über geförderte INTERREG-Projekte zwischen Bayern und Österreich siehe unter www.interreg-bayaut.net. Für die verbleibende Programmlaufzeit können noch neue Projekte eingereicht werden. Derzeit befinden sich noch knapp 15 Millionen Euro im Programmtopf für weitere grenzüberschreitende Projekte im bayerisch-österreichischen Grenzraum.