Alpbach
Tiroler Unterland
Einwohnerzahl ca. 2500
Seehöhe 1000 m
Gäste Information Alpbach, Tel.: +43 (5336) 600 301, info@alpbachtal-seenland.at
Veranstaltungskalender: www.alpbach.at (Sommer- und Winterveranstaltungen)
Für geschichtlich Interessierte…
Der Name Alpbach wurde im Jahre 1150 erstmals urkundlich erwähnt. Die Besiedelung selbst aber erfolgte schon vor bzw. um Christi Geburt. Der Fund einer Bronzeaxt am Steinberger Joch lässt daraus schließen, dass die Besiedelung vom Zillertal bzw. Pinzgau her über die Berge erfolgte. Zu Beginn des 15. Jhdts. setzte im Alpbachtal der Kupfer- und Silberbergbau ein. Die fuggerische Bergbauverwaltung sowie das Berggericht hatten Ihren Sitz am Böglerhof. Das heutige Dorf entstand in der Blütezeit des Bergbaus. 1575 gliederte sich die heutige Gemeinde Alpbach in Vordere Alpöcker und Innere Alpöcker. Im Jahre 1811 wurden nach dem Gemeindeorganisationsgesetz die beiden Hauptmannschaften zu einer selbständigen Gemeinde vereinigt, wobei aber betont wurde, dass diese schon vor 1811 einen gemeinsamen durch die Gemeinde gewählten Vorsteher gehabt haben. Die erste Fahrstraße wurde erst im Jahr 1926 gebaut, durch diese späte Entwicklung entstand im Alpbachtal eine eigene Bau- und Wohnkultur, dort gibt es heute noch über 100 Bauernhöfe. Zur Erhaltung des Alpbacher Stils wurde 1953 eine eigene Verordnung erlassen, die z.B. für Neu- und Umbauten in der Gemeinde sowie für die Grabkreuze auf dem Friedhof gilt – es dürfen nur schmiedeiserne Grabkreuze aufgestellt werden.
Seit 1945 ist Alpbach Tagungsort des Europäischen Forum Alpbach. Titel wie Schönstes Dorf Österreichs und Schönstes Blumendorf Europas lassen auf die Einzigartigkeit dieses Ortes schließen. Am 2 September 2004 bekam Alpbach den „weißen Oskar“, eine goldene Auszeichnung von „The Good Skiing and Snowboarding Guide“, für das wichtigste kleine Skidorf des Jahres in Europa verliehen.
Sehen Sie selbst…
Ein barocker Saalbau des frühen 18. Jhdts. mit gotischem Kern ist die Pfarrkirche zum hl. Oswald. Bemerkenswerte Ausstattungsstücke sind Statuen von Franz Stöckl und Franz Xaver Nißl, die Tischlerarbeiten der heimischen Pletzacher und die 1777 erbaute Orgel von Anton Fuchs. Die älteste Glocke wurde im Jahre 1601 von Heinrich Reinhard gegossen.
Ein ca. 400 Jahre altes Bauernhaus, das noch bis ca. 1955 bewohnt war dient als Bergbauernmuseum. Über eintausend verschiedene Gegenstände können dort besichtigt werden von alten Alpbacher Möbelstücken bis hin zu Riegelstrümpfen (eine alte Alpbacher Frauentracht).
Geöffnet täglich außer Dienstag und Mittwoch.
Das Congress Centrum Alpbach umfasst eine Nutzfläche von 2.200 m². Eine sehr naturnahe Architektur dieses im Ortskern erbauten Gebäudes achtet besonders auf die Harmonie mit der Ortsbildgestaltung. Das Congress Centrum eignet sich für Tagungen von bis zu 600 Teilnehmern.
Kulturtreffpunkte…
Seit 1945 ist das Dorf Tagungsort des "Europäischen Forum Alpbach", an dem jährlich führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur teilnehmen. Mit dem neuen Congress Centrum und seiner genialen Architektur setzte das Kongressdorf neue Akzente für die Jahrtausendwende.
Jedes Jahr in der Adventzeit wird in Alpbach eine Benefizveranstaltung unter dem Namen Alpbacher Advent veranstaltet.
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Quelle: TVB Alpbachtal & Tiroler Seenland