Bad Aibling
Oberbayern
Einwohnerzahl ca.17.645
Seehöhe 498 m
Haus des Gastes, Tel.: +49(8061)90800, info@aib-kur.de
Veranstaltungskalender: www.bad-aibling.de (Touristik / Veranstaltungen)
Für geschichtlich Interessierte…
Die Stadt Bad Aibling an der Mündung der Glonn in die Mangfall, heute eines der bedeutendsten Moorbäder Deutschlands, blickt auf eine mehr als zweitausendjährige Geschichte zurück. Funde aus der Steinzeit und der Bronzezeit beweisen, dass unsere engere Heimat schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war.
Nahe der Römerstraße, Augsburg-Salzburg, entwickelte sich auf dem Hofberg das Dorf Epininga (Epilinga), vielleicht aus einem Herzogshof der Agilofinger, welcher 804 als Königshof und dessen Kapellen 927 als Eigenkirche der Salzburger Erzbischöfe bezeugt ist. Als Vögte wurden später die Grafen von Falkenstein genannt.
In der Mitte des 13. Jhdts. fiel Grafschaft und Vogtei an die Wittelsbacher; in der Folge ist Aibling Verwaltungssitz eines ausgedehnten Landgerichts. Ebenfalls im 13. Jhdt. erhält die Kirche Pfarrrechte. Seit etwa 1224 (erste Nennung) entwickelte sich der Markt in der Siedlungsmitte. Nach der Gründung Rosenheims wurde die Stadt zwar in ihrer weiteren Entwicklung gehemmt, obwohl sie bereits im 14. Jhdt. als Stadt bezeichnet wurde.
1321 erstmalig Verleihung der Marktfreiheit. 1503 und abermals 1765 und 1803 durch Brand fast ganz zerstört.
1844 Eröffnung des Moorbades, seit 1895 mit dem Titel Bad. 1933 Stadterhebung.
Sehen Sie selbst…
Mitten in der Stadt und trotzdem fernab von aller Hektik liegt der Kurpark als eine grüne Insel der Ruhe und Entspannung, aber auch der Begegnung. Ein kleiner Weiher, 2 Bäche, ein Moorgarten, so groß wie ein Fußballfeld, der Wildstaudenbereich mit regionalen Pflanzen, der Duft- und Tastgarten, ein ökologischer Wasserlehrpfad, einige Brunnen und Skulpturen, die Voliere mit Fasanen und Ziervögeln begeistern nicht nur unsere Gäste ständig aufs Neue.
Neben dem Kurhaus und dem Haus des Gastes fällt das Heimatmuseum in einem alten Haus mit massigen Walmdach und Bemalung auf. An der Stirnfront prangt ein farbiges Fresko: Eine Ansicht des Marktes Bad Aibling, wie er sich um 1700 zeigte. Seit 1931 unterhält hier der historische Verein ein Heimatmuseum, das neben Funden zur Ortsgeschichte auch bäuerliche Möbel und Gegenstände, bürgerliche Interieurs und wertvolle Handwerkssammlungen aufweist. Besonders sehenswert ist die vollständig rekonstruierte Werkstatt eines Fassbinders oder Schäfflers sowie eine umfangreiche Sammlung mit Blaudruckmodeln alter Aiblinger Färbereibetriebe. Doch den Höhepunkt bildet die Marbacher Stube mit ihrer Renaissance-Einrichtung und Kassettendecke.
Kulturtreffpunkte...
Zu den Höhepunkten des Jahres zählt das Gitarrenfestival Saitensprünge, dass jedes Jahr im November stattfindet. Hier wird die Mangfallstadt einen Monat lang zur Hochburg der Gitarrenklänge. Die Palette reicht dabei von Klassik bis Avantgarde-Jazz, von Flamenco bis Brasil und auch bayerische Klänge sind zu hören.
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Quelle: AIB-Kur GmbH & Co KG