Brandenberg
Tiroler Unterland
Einwohnerzahl ca. 1.550
Seehöhe 919 m
Informationsbüro Brandenberg, Tel.: +43 (5331) 5203, brandenberg@alpbachtal-seenland.at
Veranstaltungskalender: ris.gemserver.at/gemeinde/brandenberg/ (Aktuelles & Veranstaltungen)
Für geschichtlich Interessierte…
Die erste urkundliche Erwähnung Brandenbergs findet sich im Jahre 1140. Ausgangspunkt für die Besiedlung war eine Straße über ein Joch nach Breitenbach, von dort her entstanden Rodungssiedlungen und Schwaighöfe. Wie bei Ortschaften, welche durch Rodung gewonnen wurden, besaßen die Bauern umfangreiche Privilegien. In der Anfangszeit der Ansiedlung stand die Landwirtschaft im Vordergrund, die im Laufe des 15. Jhdts. durch Holzwirtschaft verdrängt wurde.
In den höher gelegenen Wäldern wurde Holz geschlagen und zu Stauseen befördert, deren größter sich bei der Erzherzog Johann Klause befand. Zweimal die Woche wurden die Schleusen geöffnet und die Wassermassen trugen das Holz bis Kramsach, wo es für das Beheizen der Bergwerkshütten verwendet wurde. Diese Praxis wurde bis 1966 angewandt.
Aufgrund der Nähe Brandenbergs zu Bayern war lange Zeit der Grenzverlauf nicht genau geklärt, erst in den Jahren 1553/55 legte eine bayerisch/tirolerische Grenzkommission den genauen Verlauf fest. 1575 wurde Brandenberg in Steuerakten bereits als Hauptmannschaft im Landgericht Rattenberg bezeichnet. In den Unterlagen der Gemeindeorganisation von 1811 wurde Brandenberg als Ortschaft bezeichnet, welche von Alters her ihren Vorstand selber wählte, was bedeutet, dass man schon sehr früh von einer Art politischen Gemeinde ausgehen kann.
Sehen Sie selbst…
Erstmals urkundlich erwähnt wird die Kirche zum hl. Georg 1266, wobei sie zu dieser Zeit schon länger existiert haben muss. 1676-80 wurde sie von Georg und Oswald Zwerger von Schliersee zu einer der ersten barocken Kirchen des Unterlandes umgebaut und erweitert. Der rechte Seitenaltar stammt noch aus der Zeit des Umbaues, der Hochaltar und der linke Seitenaltar wurden im 18. Jhdt. angefertigt.
Die Tiefenbachklamm in Brandenberg lädt sowohl Kajakfahrer als auch Wanderer ein und ist ein perfektes Beispiel für die österreichische Schluchtenlandschaft. Die gesamte Klamm lässt sich sehr gut auf einem Klammsteig, der beim Ausstieg beginnt, besichtigen.
Aus dieser Zeit stammen die gesicherten Steige durch die Tiefenbach- und Kaiserklamm, auf denen sich die raue Schönheit der Schluchtenlandschaft für jedermann erschließen lässt.
Kulturtreffpunkte...
Theaterveranstaltungen im Frühjahr lassen Brandenberg erwachen.
Der Almabtrieb gehört auch hier, ebenso wie in vielen anderen Orten Tirols zum Brauchtum.
Images
Quelle: Ferienregion Alpbachtal & Tiroler Seenland