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Brannenburg

by root last modified 2006-11-07 13:21

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Oberbayern
Einwohnerzahl ca. 5.600
Seehöhe 500 m
Verkehrsamt Brannenburg, Tel.: +49(8034)4515,
info@brannenburg.de
Veranstaltungskalender: www.brannenburg.de (Veranstaltungen)

Für geschichtlich Interessierte…

Die früheste Brannenburger Urkunde datiert zwischen 993 und 1000. Odalrich tauscht mit dem Bischof Albin von Brixen größeren Besitz zu Flinspach. Dabei nimmt er aber ein Besitztum „in monte Sulzperc“ aus und ein Gut in Tegerndorf, wo seine Lehensleute für ihn Mühlsteine bearbeiten.
Als sicher gilt die Annahme, dass Brannenburg im 9. Jhdt. durch Rodung entstanden ist. Klöster und Adelige sahen es damals gerne, wenn in ihrem Bereich durch Rodung neue Orte entstanden. Dies bedeutete mehr Untertanen, Steuern und Einfluss. Der alte Ortskern gehörte schon immer als geschlossene Ortschaft zu Schloss und Hofmark Brannenburg. Zur Zeit des Falkensteiner Codex (12. Jhdt.) war der Ort im Besitz der Prantenberger. Dort erwähnt sind bereits die Kirche und der Ort, letzterer allerdings unter dem Namen Niwenhusen. Im Ort selbst besaß Siboto III., Graf auf Falkenstein, fünf Güter.
In der Urkunde, mit der Herzog Heinrich 1447 dem Erasmus Haslanger Schloss und Pflegeamt Brannenburg anvertraut, sind die Zugehörungen und Abgaben aufgezählt. Erstmalig ist dort auch die Taverne (Schlosswirt) erwähnt. Unter den Pienzenauern folgt 1558 eine Beschreibung der Grenzen der Brannenburger Hofmark.
Bei der Einrichtung des Herrschaftsgerichts 1814 sind im Distrikt Brannenburg, der dem Gebiet der alten Gemeinde Brannenburg entspricht, aufgezählt: „66 Hausväter, 54 Weiber, 6 Austrägler, 91 erwachsene Kinder zu Hause, 64 Dienstboten und Gesellen“. Kinder wurden offensichtlich nicht steuerlich berücksichtigt. Unter den Untertanen waren ein Bräu, ein Lederer, ein Schneider, drei Schuhmacher, zwei Weber und ein Wirt.


Sehen Sie selbst…

Am 1. Juli 1889 war die Grundsteinlegung für die Wendelsteinkirche, die höchstgelegen Kirche Deutschlands. Während der relativ kurzen Bauzeit wurden die Bauteile für den Altar und das 85 Pfund schere Kreuz für den Dachfirst mit der Buckelkraxe zur Höhe getragen, zu der damals noch keine Bahn hinauf führte. Schon am 20. August 1890 konnte Erzbischof Antonius von Thoma das Kirchlein feierlich einweihen

Seit 1991 erklimmen moderne Doppeltriebwagen die alte Trasse der Wendelstein-Zahnradbahn bis zur Bergstation. Die Fahrt in der bequemen und leisen Bahn wird durch die großzügige Panoramasicht zum Erlebnis. Fahrzeiten: Sommer 9 - 17 Uhr, Winter 9 - 16 Uhr

Kulturtreffpunkte...

Durch alle Jahreszeiten wird ein vielfältiges und abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm geboten. Besonders viele Veranstaltungen gibt es in der Sommersaison mit wöchentlichen Standkonzerten, Bier- und Trachtenfesten. Ganz neu ist der Kulturspaziergang der Neuen Künstlerkolonie Brannenburg, bei dem auch Führungen angeboten werden. Auch am Wendelstein gibt es zahlreiche Veranstaltungen wie z.B. nostalgische Mondscheinfahrten mit der Wendelstein-Zahnradbahn.

Images

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Quelle: Verkehrsamt Brannenburg