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Breitenbach am Inn

by root last modified 2006-11-07 13:22

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Tiroler Unterland
Einwohnerzahl ca. 3.380
Seehöhe 510 m
Informationsbüro Breitenbach, Tel.: +43 (5338) 7738,
breitenbach@alpbachtal-seenland.at
Veranstaltungskalender:
www.breitenbach.at/veranstaltung/index.htm

Für geschichtlich Interessierte…

Urkundlich tritt Breitenbach 1157 als Tafelpfarre des Kanonikerstiftes St. Andrä in Freising auf. Die Besiedelung dürfte aber bereits um 800 geschehen sein, als Breitenbach als Mensalpfarre für die Mönchzelle Kufstein erwähnt wird. Die ursprünglichen Grenzen der Ur- und Mutterpfarre Breitenbach umfassten die Gebiete der Pfarren Brandenberg, Steinberg, Mariathal, Voldöpp und Moosen (Kramsach), die alle erst 1891 endgültig aus diesem Verband ausgeschieden sind.
Von 739 bis 1818 bildete der Inn von der Mündung des Habachs (bei Kramsach) bis Kufstein die Grenze zwischen dem Gebiet der Diözese Salzburg am rechten und jenem von Freising am linken Ufer des Flusses. Mit der kirchlichen Gebietseinteilung ging die weltliche einher und durch über 900 Jahre, von der bayerischen Landnahme bis zum Jahre 1504, teilte Breitenbach die Geschicke mit dem Herzogtum Bayern. Danach traten die Tiroler Landesfürsten das politische Erbe der Bayernherzöge an. Ein Steinbruch in grobem Sandstein bei Breitenbach war im 15. und 16. Jhdt. als großer gewerblicher Betrieb auf die Herstellung von Treppenstufen spezialisiert.
Das Jahr 1811 war der Beginn zur Ausbildung der heutigen Gemeindeorganisation. Damals wurde, wieder unter der Bayernherrschaft, die Schranne Breitenbach aufgelöst: bei der Ortsgemeinde verblieb das Dorf Breitenbach mit dem Oberangerberg, Unterangerberg und ein Teil des Mosertales. In der Mitte des 19. Jhdt. kam es zu einer Wiedergründung der Gemeinde Unterangerberg (heute Angerberg) und damit zur Abtrennung von Breitenbach. Damit waren im Wesentlichen die bis heute geltenden Gemeindegrenzen der politischen Gemeinde Breitenbach am Inn festgelegt.
Ursprünglich war Breitenbach ein reines Bauerndorf, das sich zum größten Teil selbst versorgte, wenig vom Markt brauchte, aber auch wenig auf den Markt brachte. Was man brauchte und nicht in der näheren Umgebung erhältlich war, wurde mit Schiffen auf dem Inn angeliefert. Dass es in Breitenbach auch eine so genannte Schopperwerkstätte (Reparaturwerkstätte für Innschiffe) gab, beweist noch heute der Name Schopperwirt. In den Jahren um 1860 veranlasste die auf der Südseite des Inns entstandene Eisenbahn eine enorme wirtschaftliche Entwicklung, von der Breitenbach wegen des Fehlens einer Brücke zunächst ausgeschlossen war. Wollte man von Breitenbach auf die andere Innseite nach Kundl gelangen, so gab es nur eine sogenannte Überfuhr. Im Jahre 1894 führte der Gemeinderat Verhandlungen zur Etablierung einer Brückenverbindung zwischen Breitenbach und Kundl – im Jahre 1896 wurde die Brücke für den Verkehr eröffnet.

Sehen Sie selbst…

Die Pfarrkirche St. Peter ist ein typisch barocker Landkirchenbau, 1739 von den einheimischen Meistern der Familie Hueber errichtet (der Turm 1798). Die Ausstattung stammt noch aus der Bauzeit der Kirche.

Die Kirche St. Johannes in Kleinsöll erreicht man der alten Römerstraße folgend. Über Alter und Bedeutung gibt es zahlreiche Vermutungen, durch die überaus seltene Tatsache einen schon im 9. und 10. Jhdt. belegten Friedhofes um das Gotteshaus (Skelette alle „geostet“ und ohne Grabbeigaben) sowie das Patronizium des hl. Johannes des Täufers lassen hier an eine Eigenkirche eines Grundherren der frühen bajuwarischen Siedlungszeit denken.

Kulturtreffpunkte...

Jedes Jahr im Herbst gibt es hier ein großes Fest rund um den Almabtrieb, aber auch sonst ist unter dem Jahr an Festivitäten einiges geboten.

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breitenbach2

Quelle: Gemeindeamt Breitenbach

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