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Brixlegg

by root last modified 2006-11-07 13:23

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Tiroler Unterland
Einwohnerzahl ca. 3.000
Seehöhe 532 m
Informationsbüro Brixlegg, Tel.: +43 (5337) 62581,
brixlegg@alpbachtal-seenland.at
Veranstaltungskalender: http://www.brixlegg.tirol.gv.at/ (Veranstaltungen / Neues)

Für geschichtlich Interessierte…

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Brixlegg bereits im Jahre 788. Prof. Oswald Menghin entdeckte zu Beginn des 20. Jhdts verschiedene Relikte aus der mittleren und frühen Bronzezeit, so auch Plattenschlacke, welche als eindeutiges Indiz für Bergbau zu werten ist.
Im Bereich zwischen Schloss Matzen und Kropfsberg lag vermutlich die römische Straßenstation Masciacum. Grabungen am Mariahilfbergl und Mehrnstein der Universität Innsbruck innerhalb der letzten 10 Jahre beweisen eine Besiedelung bis 4000 v.Chr.. Brixlegg ist somit der älteste nachgewiesene Siedlungsraum Nordtirols. Fundstücke sind im Bergbau- und Hüttenmuseum Brixlegg zu besichtigen. Eine Schenkung des Grafen Aribo von zwei Mühlen an das Erzbistum Salzburg wird 976 beurkundet, was einen Hinweis darauf liefert, dass sich Brixlegg bereits zu dieser Zeit als Gewerbeort hervortat.  Der wichtigste Grundherr in diesem Gebiet war zu Beginn das Geschlecht der Aribonen, hierauf übernahmen diese Rolle die bayrischen Herzöge um sie auf das Erzbistum Salzburg zu übertragen.
1463 wurde in Brixlegg die Hauptsilberschmelze des Tiroler Landesherrn errichtet, wobei das Material aus den Bergbaugebieten angeliefert wurde. Daneben wurde eine Kupferhütte betrieben, wodurch die Gemeinde im 16. Jhdt. zu den drei wichtigsten Industrieorten des Landes zählte. Doch das Material für die Hütten wurde nicht nur angeliefert, es wurde in den Bergen rund um Brixlegg ebenfalls reger Bergbau betrieben.
Als Folge dieser Entwicklung siedelten sich weitere Gewerbe an, vor allem in der Lebensmittelproduktion und der Gastwirtschaft: so erlaubte Kaiser Maximilian im Jahre 1511 einen Wirt, einen oder mehrere Fratschler und einen oder mehrere Bäcker, welche den Bedarf der Hüttenangestellten decken sollten. In den folgenden Jahren werden in Urkunden noch ein Schmied, ein Kupferschmied und ein Metzger erwähnt.
Die Hütten von Brixlegg entwickelten sich weiter, so dass im 17. Jhdt. bereits alles Silber aus dem Inntal in Brixlegg geschmolzen wurde.
Im 18. Jhdt. wurde die Industrie nochmals um zwei Sparten erweitert, so wurde eine Gipsmühle und ein Kupferhammerwerk errichtet. Den Brennstoff Holz für das Hüttenwesen lieferten die Gemeinden des Alpbach und des Brandenbergtales.
Am 6.6.1809 trat Brixlegg auch politisch in Erscheinung. Der große Kriegsrat unter Andreas Hofer tagte im „Herrenhaus“. Zwei Monate später am 14.8.1809 wurde die Gemeinde durch bayrische Artillerie beschossen. 1890 erhielt Brixlegg eine Petroleumbeleuchtung, 1895 Elektrizität und 1906 eine Wasserleitung. Die Hütten von Brixlegg wurden zu den Montanwerken.

Sehen Sie selbst…

In der Hochblüte des Bergbaues 1508-1520 wurde die Pfarrkirche Brixlegg „Maria Vermählung“ erbaut. Die Filialkirche Mehrn ist wesentlich älter. Grabungen deuten auf eine Kirche bis ins 12. Jhdt. zurück. Diese ursprünglich den 14 Nothelfern geweihte Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte zweimal umgebaut und von 1998 bis 2002 renoviert.

Das Therapiezentrum Heilbad Mehrn ist seit 130 Jahren als Heilquelle mit seinem Calcium-Sulfat-Magnesium haltigen Wasser  bekannt.

Im Bergbau u. Hüttenmuseum können Mineralien und Fossilien sowie Werkzeuge aus der Zeit des Bergbaus besichtigt werden. Im Museum ist auch das Hias Rebitsch Museum untergebracht.

Das Steub Denkmal wurde 1898 vom Münchner Bildhauer Emst Pfeifer am Mühlbichl errichtet und ist dies ein Felsenrelief vom Reiseschriftsteller Ludwig Steub.

Das Schloss Lipperheide wurde von Franz von Lipperheide erbaut in einem Teil des Matzenparks wo sich schon 1650 ein Aubad befand. Gärtner aus Frankreich und Deutschland legten in weiterer Folge im Matzenpark einen englischen Park an. Im Jahre 1968 wurde das Schloss von Architekt DI Josef Gschösser und seiner Frau Marianne gekauft, die das Schloss liebevoll restaurieren ließen.

Der Naturpark Matzen ist ca. 17 ha groß. Dort finden Sie exotische Bäume, idyllische Teiche und einen großen unter Schatten spendenden Bäumen gelegenen Kinderspielplatz.

Kulturtreffpunkte...

Bilderausstellungen im Schloss Lipperheide laden immer wieder das ganze Jahr über zum Besuch ein. Genaue Terminauskünfte gibt es auf Anfrage beim TVB.

Jedes Jahr zur Faschingszeit findet ein großer Faschingsumzug statt darüber hinaus gibt es auch sonst noch zahlreiche sportliche und musikalische Veranstaltungen das ganze Jahr über.

Images

Brixlegg1

brixlegg2

Quelle: Marktgemeinde Brixlegg

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