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Chiemsee

by root last modified 2006-11-07 13:23

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Oberbayern
Einwohnerzahl ca. 299
Seehöhe 520 m
Chiemsee Tourismus e.V. & Co. KG, Tel.: +49(8051)965550,
info@chiemsee.de
Veranstaltungskalender:
www.chiemsee.de (Eventmagazin)

Für geschichtlich Interessierte…

Die Gemeinde Chiemsee im oberbayerischen Landkreis Rosenheim ist sowohl von der Fläche als auch von der Einwohnerzahl her eine der kleinsten Gemeinden in Bayern. Auf 2,6 km² leben etwa 300 Einwohner. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn.
Die Gemeinde besteht aus den drei im Chiemsee liegenden Inseln: Herrenchiemsee, Frauenchiemsee und der unbewohnten Krautinsel.

Sehen Sie selbst…

Das Kloster Herrenchiemsee ist ein ehemaliges Kloster der Augustinerchorherren auf der Insel Herrenchiemsee im Chiemsee. Das Kloster wurde durch Herzog Tassilo III. von Bayern gegründet. Von der Gründung um das Jahr 765 bis 1130 war es ein Benediktinerkloster, ab 1130 dann ein Kloster der Augustinerchorherren. 1215 errichtete Salzburg das Bistum Chiemsee, der Bischof von Chiemsee residierte aber im Chiemseehof zu Salzburg. Zur Auflösung des Klosters kam es 1803 im Zuge der Säkularisierung. Das Kloster kam in staatlichen Besitz und wurde später verkauft. Zwischen 1815 und 1820 wurden die Türme und der Chor abgebrochen sowie im ehemaligen Langhaus eine Brauerei eingerichtet. Der Hochaltar kam nach Rimsting, die Orgel nach Tittmoning. König Ludwig II. von Bayern kaufte 1873 die ganze Insel für 350.000 Gulden, um ab 1878 hier sein Neues Schloss Herrenchiemsee zu errichten.

Das Schloss Herrenchiemsee wurde von König Ludwig II. (1845-1886) auf der Chiemseeinsel Herrenchiemsee nach dem Vorbild des Schloss Versailles (Ludwig XIV.) errichtet. Dieses Schloss war nie für Wohnzwecke geplant, es sollte die Pracht des absoluten Herrschertums gezeigt werden. Einige der fertig gestellten Zimmer – das Schloss ist zu einem großen Teil ein altertümlicher Rohbau – übertreffen aber sogar den Prunk des Vorbildes Versailles. 1896 nach dem Tod König Ludwig II. konnte das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Große Bekanntheit erlangte die wunderschöne Parklandschaft mit Brunnen und Gärten. Der prachtvolle Spiegelsaal wird noch heute hin und wieder für Konzerte im Schein von über 2000 Kerzen an den aufgereihten, reich verzierten Kandelabern benützt. Interessant ist auch noch, dass im August 1948 das deutsche Verfassungskonvent im Schloss tagte um das deutsche Grundgesetz vorzubereiten. Öffnungszeiten: Apr.-Sept. 9-18 Uhr und Okt.-März 10-16 Uhr

Das Kloster Frauenchiemsee wurde 782 durch Herzog Tassilo III. von Bayern gegründet. 788 wurde es karolingisches Reichskloster. Der Neubau der Klostergebäude erfolgte zwischen 1728 und 1732.
Das Kloster wurde im Zuge der Säkularisierung offiziell von 1803 bis 1835 aufgehoben, jedoch unter Fortbestand des alten Konvents. Da sich für die Klostergebäude kein Käufer fand, durften die Nonnen bleiben. 1836 wurde das Kloster durch König Ludwig I. von Bayern unter der Auflage, dass sich die Benediktinerinnen der Mädchenerziehung widmen sollten, wiedererrichtet. Die Schule auf Frauenchiemsee bestand bis 1995.
Archäologische Ausgrabungen haben ergeben, dass die früheste Klosteranlage zwischen der Torhalle und dem Münster stand. An dieser Stelle wurde später ein Friedhof angelegt. Im Gottesacker ruhen die Fischer-, Handwerker- und Wirtsfamilien der Insel. Man liest aber auch Berufe, die wohl eher einem großstädtischen Friedhof anstünden: Universitätsprofessor, Kammersänger, Arzt, Bildhauer, Schriftsteller, Maler, Musiker.

Die Krautinsel ist mit einer Fläche von 3,5 ha die kleinste der drei im Chiemsee liegenden Inseln. Im Gegensatz zur Nachbarinsel Frauenchiemsee ist die Krautinsel unbewohnt. Im Mittelalter bauten Nonnen des Benedektinerinnenklosters Frauenwörth auf der Krautinsel Gemüse und Kräuter an, woraus sich auch der Name dieser Insel abgeleitet hat, heute weiden dort Kühe der um den Chiemsee ansässigen Bauern.

Kulturtreffpunkte...

In der Adventzeit findet auf der Fraueninsel ein Weihnachtsmarkt statt, der bis über die Grenzen hinaus bekannt ist.

Allsommerlich ziehen die Festspiele auf Herrenchiemsee, am Hof Ludwigs II., Menschen an, die abseits vom Festivalrummel ein wohltuend anderes Musikerlebnis genießen möchten. Man besteigt das Schiff in Prien, um sich auf der Insel per pedes oder Pferdekutsche dem Ludwig´schen Prachtbau zu nähern.

Images

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Quelle: Chiemsee Tourismus e.V.&Co.KG

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