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Griesstätt

by root last modified 2006-11-07 13:26

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Oberbayern
Einwohnerzahl ca. 2.538
Seehöhe 520 m
Gemeinde Griesstätt, Tel.: +49(0 80 39)9056-0,
info@griesstaett.de
Veranstaltungskalender: www.griesstaett.de/source/index2.html (Aktuelles)

Für geschichtlich Interessierte…

Der Name Griesstätt wird erstmals in einer Urkunde des Herzogs Arnulf von Bayern aus dem Jahre 924 erwähnt. Erzbischof Eberhard II. von Salzburg schenkte 1205 die Kirche zu Griesstätt dem benachbarten Kloster Attel. Niederer Ortsadel lässt sich in Griesstätt bereits seit dem 12. Jhdt. nachweisen. Es handelt sich um ursprünglich Salzburger Ministeriale, die im frühen 13. Jhdt. vermutlich in die Dienste des Grafen von Wasserburg überwechselten. Den Griesstättern gelang über die Jahre hinweg der Aufbau einer dauerhaften Herrschaft. Mittelpunkt war ihre Burg zu Warnbach, einem noch heute bestehenden gleichnamigen Ortsteil. Diesen Ort Warnbach erwähnt bereits der Traditionskodex von Herrenchiemsee um das Jahr 1170. Nachfolger der Griesstätter wurden die mit ihnen verwandten Schonstetter, die sich nach 1378 wiederholt auch Schonstetter von Warnbach nannten. Diese Familie starb 1560 in der männlichen Linie aus. Im Erbgang fiel die Hofmark an Sieghart von Leublfing, der Schloss und Hofmark 1573 an Alexander von Freyberg zu Hohenaschau und Neubeuern verkaufte. In der Folgezeit wechselten die Besitzer häufig. Im Jahre 1667 erwarb schließlich das Kloster Altenhohenau die Hofmark Griesstätt, die bis zur Säkularisation im Jahre 1803 in Klosterbesitz war. Das von Graf Konrad von Wasserburg 1235 gestiftete Dominikanerinnenkloster Altenhohenau war schon bei der Gründung mit Gütern ausgestattet worden, die heute im Gebiet der Gemeinde Griesstätt liegen.
Nachfolger des Hofmark Griesstätt waren die Steuerdistrikte Griesstätt, Holzhausen und Kolbing, die im Jahre 1808 gebildet wurden. Hieraus entwickelten sich die drei gleichnamigen Gemeinden, die im Jahre 1857 zur politischen Gemeinde Griesstätt vereinigt wurden. Im Rahmen der Gemeindegebietsreform 1978 wurde Griesstätt der Verwaltungsgemeinschaft Rott am Inn - Griesstätt - Ramerberg eingegliedert. Seit dem 1.Januar 1986 ist die Gemeinde Griesstätt auch verwaltungsmäßig wieder eine eigen- und selbstständige politische Einheit.

Sehen Sie selbst…

Die Dominikanerinnen-Klosterkirche St. Peter und Paul in Altenhohenau am Inn liegt in den Flußauen nahe der Straße, die von Rosenheim über Griesstätt nach Wasserburg führt. Für diese Lage dürfte der Stifterwille Graf Konrad`s von Wasserburg maßgebend gewesen sein. Er stiftete als Ersatz für sein nicht erfülltes Kreuzzugversprechen 1235 das erste Dominikanerkloster in Südbayern, das ohne Unterbrechung bis zu seiner Aufhebung durch die Säkularisation im Jahr 1803 existierte. Glücklicherweise hat die Kirche die unsinnige Zerstörungswut der Säkularisation ziemlich schadlos überstanden. Nach dem 30jährigen Krieg begann ein äußerer und innerer Umbau, dem die Kirche ihr heutiges Aussehen verdankt.

Ebenfalls einen Besucht wert ist die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer im Zentrum von Griesstätt.

Kulturtreffpunkte...

Ein jährliches Theater zur Osterzeit mit einheimischen Laiendarstellern und die Musikkapelle Griesstätt mit ihren zahlreichen Darbietungen tragen zum gesellschaftlichen Beisammensein im Ort bei.

Images

griesstaett1

Quelle: Gemeinde Griesstätt

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