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Kössen

by root last modified 2006-11-07 13:27

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Tiroler Unterland
Einwohnerzahl ca. 4.150
Seehöhe 589 m
Infobüro Kössen – Schwendt, Tel.: +43(0)501100,
info@kaiserwinkl.com
Veranstaltungskalender:
www.koessen.at (Events)

Für geschichtlich Interessierte…

Durch die Talenge bei Klobenstein bildete Kössen bereits in Urzeiten eine Route ins bayrische Aschau. Ein im Kössener Gemeindegebiet gefundene Lappenaxt aus der Bronzezeit belegt die frühe Nutzung dieses Verbindungsweges.
1160 wird der Name Kössen erstmals urkundlich erwähnt, wobei das Kirchengebäude seine Wurzeln im 8. Jhdt. haben soll. Wahrscheinlich ab dem 10. Jhdt. gehörte der Großteil der Höfe im heutigen Gemeindegebiet dem Kloster Frauenchiemsee. So ist bekannt, dass Frauenchiemsee dort 144 Höfe besaß.
Aufgrund dieser Wegtrasse, welche durch den Ort führte wurden auch schon früh Gasthäuser errichtet. Der „Gasthof Erzherzog Rainer“ wurde 1587 in gotischem Stil erbaut und ist heute noch erhalten.
Wie im Tiroler Unterland üblich, regte der Bergsegen von Schwaz auch in anderen Regionen dazu an, nach Erzen zu graben. In Kössen wurde Blei und Eisen gefunden und geschürft. 1549 wurde der „Kössentaler Berg- und Schmelzwerkshandel“ gegründet, der sich vor allem auf die Verarbeitung von Metallen spezialisierte. Eine Hütte wurde auch in Kössen im Ortsteil Hütten betrieben. Diese Eisenhütte war bis ins 19. Jhdt. aktiv. Daneben wurde auch Draht industriell gefertigt, die Produktion wurde 1880 eingestellt und so waren in Kössen wieder die Land- und Forstwirtschaft und die Handwerke die hauptsächlichen Wirtschaftszweige mit dem beginnenden Sommertourismus um ca. 1925.
Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich Kössen nach einem allgemeinen und vielseitigen infrastrukturellen Aufbau zur Tourismusgemeinde mit zahlreichen Sportangeboten und einem regen Vereinsleben.

Sehen Sie selbst…

Die Pfarrkirche zum hl. Petrus ist eine der wichtigsten Sakralbauten des Tiroler Unterlandes. Heute bietet sich diese Kirche als Barockbau dar, die Wurzeln reichen jedoch Jahrhunderte zurück. Um 1197 wurde erstmals eine Kirche zum hl. Petrus in Kössen erwähnt. Diese Kirche wurde zweimal neu errichtet einmal im 16. Jhdt. und als das gotische Gotteshaus zu klein wurde ein zweites Mal im Jahre 1719. Nach nur 3 Jahren Bauzeit war die erste spätbarocke Kirche des Unterinntales fertig gestellt. Im Laufe des 19. Jhdts. wurden zahlreiche Veränderungen vorgenommen und der Innenraum umgestaltet, trotzdem aber bleibt der hohe Stellenwert in der Tiroler Kunstgeschichte bestehen.

Maria Klobenstein“ liegt im Durchbruchstal der Großache und ist ein Wallfahrtsort. Die wildromantische Anlage besteht aus drei Kapellen und dem etwa 10 m hohen geklobenem (gespaltenem) Felsen. Die drei Kapellen (Mariahilf-, Loretto- und Brunnenkapelle) hüten viele Geschichten und Sagen. Einst soll eine fromme Frau auf wundersame Weise einem Felssturz entkommen sein. In der Lorettokapelle findet man die „Schwarze Madonna“, die sowohl in Loretto (Italien) selbst als auch in Altötting (Deutschland) verehrt wird. In der Brunnen- und Wasserkapelle wird den Pilgern neben einer Lourdes-Madonna frisches Quellwasser zur Labung angeboten.

Kulturtreffpunkte...

Die Grenzlandhalle Kössen bietet sich für die verschiedensten kulturellen Veranstaltungen, Ausstellungen und Kongresse mit einem Fassungsvermögen bis 650 Personen an und wurde im Jahr 2000 saniert, um den Anforderungen für große Konzerte (z.B. Carreras-Benefiz-Konzert) zu entsprechen.
Am neu errichteten Dorfplatz im Dorfzentrum finden jährlich Veranstaltungen, wie das Kössener Kasfest, Dorffest, Almabtrieb und das Wintergaudifest statt sowie die Sommerplatzkonzerte der Musikkapelle Kössen und verschiedene Veranstaltungen mit Live-Musik.

Images

koessen1

Quelle: Gemeinde Kössen

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