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Kramsach

by root last modified 2006-11-07 13:29

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Tiroler Unterland
Einwohnerzahl ca. 4.500
Seehöhe 528 m
Informationsbüro Kramsach, Tel.: +43 (5336) 600 615,
kramsach@alpbachtal-seenland.at
Veranstaltungskalender: www.kramsach.at (Veranstaltungen)

Für geschichtlich Interessierte…

Das Siedlungsgebiet Kramsachs umfasst drei landschaftlich verschiedene Teile:
Den Hauptteil der Gemeindefläche nimmt der Schuttfächer der Brandenberger oder Voldöpper Ache ein, der den Inn zu seinem Bogen nach Süden gegen Rattenberg veranlasste. Der nach der letzten Großeiszeit niedergegangene Hauptsturz des Pletzacherbergsturzes verschüttete den ursprünglichen Lauf des Inns am Fuß des nördlichen Talhangs und zwang den Strom, weiter südlich ein neues Bett auszuschürfen. Ein Rest des alten Laufes ist noch in dem Sumpfgebiet der „Loar“ zu erkennen. Die drei genannten Landschaftselemente übten auch einen entscheidenden Einfluss auf die Besiedlung, Namensgebung und Geschichte des Ortes aus.
Von einer Dauersiedlung kann erst für die späte Bronzezeit gesprochen werden. Dies geht aus der Bezeichnung für den ältesten Ortsteil Kramsachs „Voldöpp“ hervor. Die spätere Ortsbezeichnung Kramsach, findet sich nach den Forschungen des Tiroler Historikers Prof. Dr. Otto Stolz zum ersten Male in einer  Rechtsaufzeichnung des Landgerichtes Rattenberg um 1550.
Der früher erwähnte Pletzachbergsturz bildete mit seinem Blockgewirr ein sehr beachtliches natürliches Verkehrshindernis, das sich auch als politisches Landmark eignete. Hatte demnach Kramsach bis 1504 die Stellung einer bayerischen Grenzgemeinde, so hatten seine Ortsteile „Vochenthal“ und „Fulteppe“ seit alters her auch eine wichtige verkehrsgeographische Bedeutung. Verlief doch hier bis in die zweite Hälfte des 15. Jhdts. die Hauptverkehrsstraße von Tirol nach Bayern. Sie setzte von dem noch erhaltenen Rattenberger Torturm aus auf einer seit dem Jahre 1297 nachgewiesenen Brücke über den Inn und wand sich durch den Kramsacher Ortsteil „Vochenthal“ am alten Brückenmautgebäude vorbei. Von Voldöpp weiter stieg sie auf den Oberangerberg, dessen Talsohle sie kurz vor dem einst zur Schlossherrschaft Matzen gehörenden Meierhof „Freundsheim“ erreichte.
Neben dieser verkehrsgeographischen Bedeutung trat noch im Spätmittelalter eine wirtschaftliche, sie bestand in der Errichtung industrieller Anlagen, die teilweise noch heute bestehen.
Vielleicht schon seit 1540, sicher jedoch aus der Zeit vor 1627 stammte die Kramsacher Glashütte, die bis 1936 bestand und die ideale Voraussetzung dafür bildete, dass nach 1945 Kramsach und Rattenberg wiederum zu einem Zentrum der Tiroler Glasveredlungsindustrie wurden, der auch die nach dem zweiten Weltkrieg errichtete Glasfachschule dient.

Sehen Sie selbst…

Im Gebiet der Tiroler Seen wurde 1974 das Tiroler Freilichtmuseum (Höfemuseum) gegründet.
Ein wenig abseits der Landstraße Kramsach - Breitenbach, östlich des Reintaler Sees, durch Terrassen und Hügelreihen gegliedert, ist das Gelände in ruhiger Lage zu finden. Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm, Ausstellungen und Museumsführungen veranschaulichen Ihnen das Leben unserer Vorfahren.

In Kramsach befindet sich ein Museum der anderen Art: Hans Guggenberg, ein Schmied- und Steinmetz hat auf seinem Grundstück einen Museumsfriedhof ohne Gräber aufgestellt. Unzählige historische Grabkreuze, die man vor 100 Jahren aufgestellt hat, wurden restauriert und für einen neuen Zweck der Öffentlichkeit preisgegeben. Neben den schönen Kreuzen sind auch die Inschriften erhalten geblieben, die gänzlich anders verfasst sind als heute, wie z.B. „Es liegt begraben die ehrsame Jungfrau Nothburg Nindl, gestorben ist sie im siebzehnten Jahr just als sie zu brauchen war."
Öffnungszeiten täglich von 9.00 - 18.00.

Das Kamilianerkloster Hilaribergl wurde im Jahre 1689 n.Chr. erbaut. Zwei eindrucksvolle Bilder schuf der akademische Maler Wolfram Köberl. Sie stellen die hl. Notburga und den hl. Kamillus dar.

Der Skulpturenpark Kramsach wurde am 26. Juni 1993 eröffnet. An der Brandenberger Ache ist eine beispielgebende Symbiose von Kunst und Natur entstanden. Dieses einzigartige Gesamtkunstwerk ist für Besucher zu allen Jahreszeiten mit ihren jeweiligen Reizen kostenlos zu erleben.

Kulturtreffpunkte

Als ganz besonderes Highlight wurde in Kramsach im Herbst 2003 Österreichs höchster Hochseilgarten errichtet. Erlebnis für Jedermann - bis 17 Meter Höhe, modernste Ausrüstung, bestens geschulte Trainer, ganzjähriger Betrieb - Mut, Selbstvertrauen, Flexibilität und Risikobereitschaft gehen Hand in Hand mit Kommunikation, gegenseitigem Vertrauen, lösungsorientiertem Denken und persönlicher Überwindung. Das persönliche Spaßerlebnis dient gleichzeitig auch zu Schulungs- bzw. Therapiezwecken.

Images

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Quelle: Gemeindeamt Kramsach

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