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Langkampfen

by root last modified 2006-11-07 13:30

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Tiroler Unterland
Einwohnerzahl ca. 3.630
Seehöhe 501 m
Ferienland Kufstein, Tel.: +43 (5372) 62207,
info@ferienland-kufstein.com 
Veranstaltungskalender:
www.langkampfen.tirol.gv.at (Veranstaltungen)


Für geschichtlich Interessierte…

Der Ort Langkampfen ist als „Langchompa“ schon 799 beurkundet. Die Römerstraße durch das Inntal führte ebenfalls durch Langkampfener Gemeindegebiet. Bei der Landesteilung unter den Bayrischen Herzögen am 28. 3. 1255 ist Langkampfen zu Oberbayern gefallen. In dieser Zeit waren auch die Bischöfe von Regensburg in Langkampfen begütert, sie haben diesen Besitz mit der Burg Schindlberg vermutlich an Konrad und Friedrich von Freuntsperch verpfändet, denn nach einem Vergleich vom 7. 2. 1266 haben die Gebrüder Freundsberg „Eigenleute, Vogtei Hof und Zehnt zu Langkampfen“ an Bischof Leo von Regensburg zurückgegeben.
Im Landshuter Erbfolgekrieg 1504 eroberte Kaiser Maximilian die Festung Kufstein und ließ die Befehlshaber der Feste, den Büchsenmacher Hans von Penzenau und 22 Landsknechte hinrichten. Ein Bildstöckl beim Elferbauer in Morsbach (zwischen Kufstein und Langkampfen) erinnert an dieses Ereignis. Durch den Kölner Spruch vom 30. 07. 1505 durfte jeder Kriegsführende seine Eroberungen behalten, und so kam das Gericht Kufstein (damit auch Langkampfen) an den Kaiser und somit an Bayern.
1348 wütete in Tirol zur Regierungszeit Margarete Maultasch der „Schwarze Tod“. Die Grundparzelle 891 oberhalb des Thurns (Thunerer) wird im Volksmund Pestfriedhof genannt. Es handelt sich um einen kleinen, von Stauden eingefassten Fleck.
Nahe des Bachdammes im südöstlichen Teil des Dorfes ist das Thunereranwesen „Beim Thurn“. Der Bau war früher (vor 1938) noch um ein Stockwerk höher, aus Bachsteinen aufgebaut, die Mauern sehr dick und außen nicht verputzt.
In der Senke nächst dem Scharfstetter – Thurns soll früher ein kleiner See gewesen sein; am Abhang sind mehrere Bachrinnsale feststellbar.

Langkampfen als Schifferdorf:
Die Tiroler Landesregierung hat der Gemeinde Langkampfen ein Wappen verliehen auf dem in Blau ein goldenes Innschiff mit schwarzen Streifen auf der Schiffswand und zwei schräg innen stehenden Rudern zu sehen ist. Das Wappen erinnert an die einstige überragende Bedeutung Langkampfens als Stützpunkt der Innschifffahrt und als Schiffswerft, auf welcher die Schopper einen Großteil der Innschiffe bauten.
Viele Bewohner Langkampfens arbeiteten als Schopper, Schiffer und Schiffsknechte. Die Schiffsleute (Schöfleute) waren derbe, gesunde und kraftvolle Menschen, die einem guten Tropfen nicht abgeneigt waren. Am 1. Sonntag nach dem Erscheinen des Herrn hatten die Schöfleute (die Zunft der Schiffsleute) ihr eigenes Fest, das sehr feierlich begangen wurde. An diesem Tage wurden die Schiffsleute für ein Jahr angeworben. Alle Schiffsleute gehörten der Schiffsleutebruderschaft an.
Ihre Bruderschaft- oder Zunftzeichen wurden bei kirchlichen Umzügen mitgetragen. Es sind dies zwei Lichtträger die auf 2 m langen Stangen je ein in Holz geschnitztes Schifflein trägen - eine Nachbildung ihrer Schiffe.

Sehen Sie selbst…

In der 2. Hälfte des 16. Jhdts. wurde das Gotteshaus eingeäschert. Die vermutlich 1599 wieder eingeweihte neue Kirche bestand ohne größere bauliche Veränderung bis in das 1. Viertel des 18. Jhdts.
Am 14. 10. 1725 ist das Gotteshaus durch eine Feuersbrunst mit 8 Bauernhäusern völlig abgebrannt. Nach der Instandsetzung der Brandschäden blieb die Kirche vor weiteren Brandkatastrophen verschont und wurde 1882 von Malermeister Stumpf aus Kufstein restauriert.
Neue Seitenaltarblätter schuf Kunstmaler Josef Gold aus Salzburg, der um 1900 in Tirol tätig war.
Im Jahre 1974 wurden die Pfarrkirche und der Turm außen renoviert.

Das Schloss Schönwörth in Niederbreitenbach wurde am 14. 10. 1834 von 2 Bauern erstanden. 1886 erwarb es der reiche Russe Durchlaucht Alexander Wladimirowitsch Fürst Baratinsky aus St. Petersburg. Das Schloss erfuhr nun verschiedene bauliche Veränderungen. Ein Turm und eine Veranda wurden angebaut, Wagenschupfen, Pferdeställe und Wohnungen für die Dienerschaft errichtet. Im großen viereckigen Turm wurden kleine Gästezimmer erstellt. Ein neuer Aufgang und eine gedeckte Stiege wurden in Form eines runden Turmes angebaut. Fürst Baratinsky kaufte ein kleines Bauerngut neben dem Schloss an und ließ einen Park anlegen. Das Schloss ist jetzt im Privatbesitz der Tochter von Gräfin Quadt Isny (begraben auf dem Ortsfriedhof in Unterlangkampfen).

Kulturtreffpunkte…

Im Gemeindesaal in Langkampfen finden das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen für Jung und Alt statt. Von Theateraufführungen bis hin zu Blasmusikkonzerten und Jugendevents wird für eine breite Palette an Unterhaltung gesorgt.

 

Images

 langkampfen1

Quelle: Ferienland Kufstein

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