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Marquartstein

by root last modified 2006-11-07 13:31

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Oberbayern
Einwohnerzahl ca. 3.086
Seehöhe 552 m
Tourist-Info, Tel.: +49(08641)699558, verkehrsamt@marquartstein.de
Veranstaltungskalender: www.marquartstein.de/tourismus/veranstaltung/veranstaltung.html

Für geschichtlich Interessierte…

Bodenfunde aus der Urnenfelderzeit lassen noch auf keine direkte Besiedlung der Region schließen, sondern lediglich auf eine Wanderschaft – dieses Gebiet war ca. 3000 Jahre zurück noch sehr unwirtlich und sumpfig.
Im Jahre 1075 n.Chr. wurde die Burg Marquartstein durch Marquart II. erbaut. Er nannte die Burg „Marchwartstain“. Mit ihr hatte er einen guten Überblick über das ganze Achental, das damals Grassauerthal geheißen hat. Mit dem Bau dieser Burg beginnt die eigentliche Geschichte des Ortes Marquartstein. Im Jahre 1150 n.Chr. erfolgte die erste urkundliche Erwähnung.
Herzog Heinrich VIII. begann sein ganzes Herzogtum planmäßig auszubauen und zu organisieren. Zu diesem Zweck teilte er das Land in Gerichts- und Kastenamtsbezirke ein und besetzte diese mit Pflegern, Richtern und Amtleuten. So entstand das Pfleggericht Marquartstein auf der Burg Marquartstein (heute verwaltungsmäßig vergleichbar mit einem Landratsamt, einem Finanzamt und einem Gericht in einem). Dieses Pfleggericht sollte bis 1803 bestehen. In diesem Jahr erfolgte die Aufhebung des Pfleggerichts Marquartstein und wurde dieses in das Landgericht Traunstein eingebracht. Die Burg blieb nur mehr Sitz des Forstamtes und eines Archivamtes. Grundlage zur Bildung der Gemeinden war das in den Jahren 1817/18 erstellte Gemeindeedikt. So wurden aus dem Steuerdistrikt Egerndach die Gemeinde Egerndach. Die Gemeinde Egerndach hatte zu dieser Zeit 52 Familien mit zusammen 323 Seelen.
Im Jahre 1822 erfolgte der Bau eines neuen Forstamtes in Marquartstein. Dazu verwendet man die Steine der verfallenen und abgerissenen Nordwand der Burg. Teile der Burg wurden nunmehr als Getreidespeicher verwendet. Die Burg wurde zur Ruine erklärt.
Die Gründung der ersten Zementfabrik durch Adolf Kroher 1850 war ein Meilenstein für den Ort. Adolf Kroher ist auch der Erfinder der Betondachziegel und wurde weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. 1930 wurde der Betrieb eingestellt. Mitte des 19. Jhdts geht die Burg Marquartstein in Privatbesitz über. Ende 19. Jhdt. erfolgte der Bau der Lokalbahn Übersee-Marquartstein mit Haltestelle in Staudach. Marquartstein wird jetzt zum wirtschaftlichen Mittelpunkt des Achentales und erhielt einen ungeahnten Aufschwung. Der einsetzende Sommerfrischler- und Touristenverkehr führte zum Bau weiterer Gasthäuser rund um den Bahnhof herum und es entstanden Villen. Viele Künstler und berühmte Persönlichkeiten, wie Richard Strauß, zog es nach Marquartstein. Der Fremdenverkehr war eigentlich ein Nebenprodukt, da die Bahn hauptsächlich wegen des ungeheuren Holzreichtums des Tales und der Zementfabriken in Staudach gebaut wurde. Bau der Eisenbeton-Hängebrücke über die Tiroler Ache in Marquartstein im Jahr 1911, ein Kuriosum zu jener Zeit. Mit Wirkung vom 01. April 1938 wurde Marquartstein eine selbständige politische Gemeinde. 1. April 1962: Drei Ortschaften der Gemeinde Grassau werden in die Gemeinde Marquartstein umgemeindet: Niedernfels, Pettendorf und Piesenhausen. Die Gemeinden Staudach-Egerndach und Marquartstein bilden eine Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Marquartstein. Die Gemeinde Staudach-Egerndach konnte als kleinste Gemeinde des Landkreises Traunstein somit seine Selbständigkeit bewahren.

Sehen Sie selbst…

Der traumhaft gelegene Märchen-Erlebnispark Marquartstein, eingebettet in die Natur, bietet eine große Anzahl an Freizeit- und Spielmöglichkeiten. Zahlreiche, liebevoll gepflegte Märchenhäuschen mit beweglichen Figuren erzählen Ihr Märchen. Eine der Hauptattraktionen ist die rasante Sommer-Rodelbahn mit fünf Steilkurven. Öffnungszeiten: von Ostern bis Anfang November täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Einlass bis 17.00 Uhr.

Die Burg Marquartstein entstand um 1075 durch die Ritter von Hohenstein. Graf Marquart II. von Hohenstein gilt als Gründer der Burg. Nach zahlreichen Kriegen und Zerstörungsversuchen wurde 1803 das Forstamt dorthin verlegt. Heute ist die Burg in Privatbesitz und es gibt keine Besichtigungsmöglichkeit.

Das Schloss Niedernfels wird bereits 998 n.Chr. erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1568 wurde das Schloss von einem Augustin von Aham und einer Anna von Preysing neu errichtet. Heute beherbergt die Anlage eine Schule samt Internat, auch hier gibt es keine Besichtungsmöglichkeit.


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Quelle: Gemeinde Marquartstein

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