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Niederndorf

by root last modified 2006-11-07 13:32

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Tiroler Unterland
Einwohnerzahl ca. 2.450
Seehöhe 500 m
Ferienland Kufstein, Tel.: +43 (5372) 62207,
info@ferienland-kufstein.com
Veranstaltungskalender:
www.niederndorf.com (Veranstaltungen)

Für geschichtlich Interessierte…

Seine erstmalige urkundliche Erwähnung erfährt Niederndorf im bayrisch-herzoglichen Urbar aus dem Jahre 1230, wobei unter dem Steueramte Kufstein der Ort Niederndorf mit der Leistung verschiedener Abgaben vermerkt ist.
Dass das Gebiet um Niederndorf bereits prähistorisch besiedelt war, ist durch Funde bezeugt, deren bedeutsamster jener figural skulpierte Bronzegürtelhaken ist, der in der Fraktion Hölzelsau gefunden wurde und dessen Alter auf bis rund 400 v.Chr. datiert wird.
Durch die Eroberung der Festung Kufstein durch König Maximilian I. im Jahre 1504 kam Niederndorf mit den Herrschaften Kufstein, Kitzbühel und Rattenberg zu Tirol.
1696 wird in Niederndorf erstmals eine Schule nachgewiesen, welche noch in einem Bauernhaus untergebracht war.
Am 12. August 1704, im spanischen Erbfolgekrieg – genannt der „Bayerische Rummel“, fielen die Bayern in Niederndorf ein und zündeten den Ort an allen Ecken und Enden an, wobei 42 Häuser in Schutt und Asche gelegt wurden.
1744 im Verlauf des Österreichischen Erbfolgekrieges (Kaiserin Maria Theresia) erfolgte erneut ein Einfall der Bayern bei Windshausen in Erl. Dieser Einfall wurde aber von den Schützen der Unteren Schranne, wobei auch die Niederndorfer beteiligt waren, zurückgeschlagen.
In der Zeit von 1710 bis 1780 blühte in Niederndorf besonders das Handwerk der Huf-, Nagel- und Waffenschmiede. Hier wird im Schiedeinschreibbüchl von 1712 für das Landgericht Kufstein eine große Anzahl genannt.
Am 1. Mai 1809 erfolgte die Besetzung der nördlichen Pässe (Windshausen, Wildbichl) und der bayerische General Vincent weicht zurück. Zehn Tage später wurden unter der Führung Speckbachers feindliche Angriffe abgeschlagen. Es kommt wiederum zu Kämpfen in Wildbichl und Windshausen und am Pass Strub.
Im Jahre 1910 begann die Verbauung des Jennbaches, welcher durch Überschwemmung immer wieder große Schäden anrichtete. Gemeinsam mit der Gemeinde Ebbs wurde dabei ein 2,4 km langer Schutzdamm bis zur Mündung in den Inn errichtet und das Gerinne mit 24 Grundschwellen versehen. Unter dem Jenbach hindurch leitete man auch den Gießenbach (Ebbsen genannt). Dieses Bauwerk erhielt wegen der hohen Kosten dann im Volksmund die Bezeichnung „Millionenloch“.
Am 25. November 1972 wurde Niederndorf das Gemeindewappen verliehen, das in Anlehnung an das alte Kirchenpatrozinium den hl. Georg als Drachentöter zeigt.

Sehen Sie selbst…

1776/78 entstand auf dem Hechenberg anstatt der hölzernen Kapelln die Wallfahrtskirche „Maria Heimsuchung". Dieses Kirchlein wurde auf Grund eines Gelöbnisses anlässlich des Auszuges der Niederndorfer Schützen zur Verteidigung des Grenzpasses Windshausen infolge des Krieges mit Bayern im Jahre 1744 erbaut. Diese 640 m hoch gelegene Hechenbergkirche weist einen besonderen Schatz an historisch und geographisch sowie volkskundlich wertvollen Votivbildern auf. Der Wallfahrtsort „Maria Heimsuchung" wird von jung und alt aus nah und fern besucht.

Sehenswert ist auch das kleine Heimatmuseum "Alte Handwerkskunst" - die Familie Kaltschmid hat hier ein Kleinod an alter und teilweise vergessener Handwerkskunst geschaffen.

Im Wildpark Wildbichl erleben Sie verschiedene Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Sie sehen nicht nur Hirsche, Steinböcke oder Luchse, es tummeln sich auch Gemsen, Heidschnucken, Dam- und Rotwild, Wildschweine mit ihren Frischlingen und vieles mehr.

Die Innschifffahrt hat sich in Niederndorf mit einer Anlegestelle verankert. Weitere Ausflugsziele von dort aus sind Oberaudorf, Ebbs, Kiefersfelden und Kufstein. Die Innschifffahrt wird jedes Jahr von Mai bis Oktober betrieben.


Kulturtreffpunkte...

Sommerkonzerte der Bundesmusikkapelle Niederndorf beim Haus der Musik, Konzerte der Militärmusik finden unter verschiedenen Mottos statt wie zB das Genusskonzert oder das Pressknödelkonzert.
 
Feierabende im Dorf in der Eisschützenhalle: Musikkapelle, Trachtenverein D´Spitzestoana, S´Theater, Kirchenchor und Chor Domino versprechen einen unterhaltsamen Abend für Jung und Alt sowie Gäste und Einheimische;
 
Der Martinimarkt im November ist ein traditioneller Krämermarkt mit über 70 Ausstellern aus nah und fern - die Vereine des Dorfes verwöhnen Sie kulinarisch!

 

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Niederndorf1

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Quelle: Gemeinde Niederndorf

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