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Nußdorf am Inn

by root last modified 2006-11-02 14:30

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Oberbayern
Einwohnerzahl ca. 2.578
Seehöhe 495 m
Gemeinde Nußdorf a. Inn, Tel. +49(8034)90790,
info@nussdorf.de
Veranstaltungskalender:
www.nussdorf.de/events/default.asp

Für geschichtlich Interessierte…

Nußdorf a. Inn, den Ort mit den vielen Nussbäumen an der bayerisch-tirolerischen Landesgrenze, bewohnten schon die Kelten. Zur Römerzeit verlief hier die bedeutende Handelsstraße von Innsbruck nach Regensburg. 788 wird eine „ecclesia Nuzdorf“ erstmals urkundlich genannt.
Das Adelsgeschlecht der Klammensteiner auf den Burgen Klammenstein und Ramsau wird ab dem 12. Jhdt. in Urkunden erwähnt. Der letzte Ritter dieses altbayerischen Turnieradels, Konrad III., vermachte 1402 sein Vermögen den beiden Nußdorfer Kirchen. 1950 übernahm die Gemeinde das Klammensteinische Wappen.
Die Bewohner Nußdorfs verdienten sich ihren Lebensunterhalt auf dem Wasser und zu Land. Gips, gebrochen im Mühltal, oder Kalk, gebrannt in Nußdorfer Kalköfen, waren begehrte Handelsware neben Zement, Holz und Holzkohle. Innschiffer, unter ihnen viele Nußdorfer brachten diese Erzeugnisse bis zum Schwarzen Meer. Die meisten Barock-Stuckaturen der Kirchen im südlichen Oberbayern sind aus Nußdorfer Gips hergestellt.
Wegen der Grenzlage an einem wichtigen Land- und Wasserweg hatte der Ort schwere Kriegs- und Notzeiten zu bestehen. Im Landshuter Erbfolgekrieg 1504, beim Kroaten-Einfall 1743 und während der napoleonischen Kriege wurde gebrandschatzt, geplündert und gemordet.
Die Reformen der siebziger Jahre des vergangenen  Jahrhunderts brachten Veränderungen mit sich. So gibt es in Nußdorf a. Inn nur noch eine Grundschule. Der durch die Gebietsreform erzwungene Zusammenschluss zu einer Verwaltungsgemeinde mit der Gemeinde Neubeuern scheiterte am anhaltenden Widerstand der Nußdorfer Bürger. Seit 1. Januar 1980 ist Nußdorf a. Inn mit seinen 23 Ortsteilen wieder selbständige Gemeinde.


Sehen Sie selbst…

Als bedeutendstes kirchliches Bauwerk im Gemeindebereich darf die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung im Ensemble mit der heute noch bewohnten Einsiedelei bezeichnet werden. Im Jahr 1644 schuf sich ein mit einem  Gnadenbild aus Rom zurückkehrender Pilger eine Klause in einer Felsenhöhle unterhalb der heutigen Kirche. Eine neben der „Quarantan“ austretende Wasserquelle hatte heilende Wirkung und schon bald entwickelte sich eine häufig besuchte Wallfahrtsstätte. Die weitere Entwicklung ist einem Nußdorfer Wirtssohn zu verdanken: Pater Casimir Weiß ließ 1720 die Kirche und die Klause erbauen. Den einheitlich gestalteten Spätbarockbau errichtete Wolfgang Dientzenhofer, die heutige Innenausstattung entstand 1756 mit drei Altären und einer Kanzel im Rokokostil. In der Mitte des Hochaltars ist das Gnadenbild - eine byzantinische Ikone - in einen prachtvollen Strahlenkranz eingearbeitet.

Die Gemeinde Nußdorf a. Inn hat einen Geschichtspfad in 18 Stationen angelegt. Entlang des Mühlbachs kann nun der Interessierte Geschichte und Bedeutung des Triebwerkkanals erwandern

Kulturtreffpunkte...

In Nußdorf finden das ganze Jahr über viele verschieden Veranstaltungen statt. Vom Theater über Blasmusik und Passionssingen bis hin zu Dorf- und Waldfesten gibt Ihnen das Verkehrsamt Auskunft über die aktuellen Termine.

Images

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Quelle: Verkehrsamt Nußdorf