Reith im Alpbachtal
Tiroler Unterland
Einwohnerzahl ca. 2600
Seehöhe 640 m
Informationsbüro Reith im Alpbachtal, Tel.: +43 (5337) 62674, reith@alpbachtal-seenland.at
Veranstaltungskalender: www.reith-alpbachtal.at (Interessantes/Veranstaltungen)
Für geschichtlich Interessierte…
Reith wurde im Jahre 976 erstmals urkundlich erwähnt. Bereits zur Zeit der Römer befand sich aber am Plateau von Reith ein Landgut. Im Laufe der Völkerwanderung wurde das Plateau neu besiedelt und erhielt den Namen „Riute“. Im 15. Jhdt. scheinen die Herren von Freundsberg als die wichtigsten Grundbesitzer des Gebietes auf. Das Haufendorf liegt auf einem Plateau ca. 100 m über dem Inntal. Bis in das 20. Jhdt war Reith ein reines Bauerndorf. Ab dem 15. Jhdt. blühte am Reither Kogel der Bergsegen, ein weit verbreitetes Stollensystem zieht sich noch heute durch die Berge – die letzten Relikte aus der Blütezeit des Kupfer- und Silberbergbaus.
Die Innschifffahrt fand früher einen wichtigen Umschlagplatz beim größten Unterinntaler Markt im Ortsteil St. Gertraudi. Seit dem 15. Jhdt. fanden immer am 16. und 17. März die größten Viehmärkte des Unterlandes statt. Reith wurde in den 70er Jahren zum schönsten Blumendorf Europas gekürt.
Sehen Sie selbst…
Die Burgruine Kropfsberg wurde um 1286 erstmals urkundlich erwähnt. Vermutungen nach war der Felsen selbst aber bereits in der Römerzeit besiedelt. Im 16. Jhdt. war die Burganlage eine der größten in ganz Tirol. Diese Burg wurde in all den Jahren nie belagert, sie diente vor allem als Verhandlungsort in Streitfragen zwischen Bayern und Tirol. 1592 wurde der Gerichtssitz für das Zillertal nach Zell am Ziller verlegt, woraufhin die Burg langsam verfiel. Die Ringmauer (ca. 8m hoch und ca. 3m dick) wurde im 20. Jhdt. zur Innverbauung verwendet.
Die Burg Matzen wurde erstmals 1176 erwähnt, wobei sich der Name von der römischen Straßenstation Mascianum herleitet. Die Burg diente einst zur Kontrolle der Straße von West nach Ost sowie der Innschifffahrt. Bis 1468 war Matzen im Besitz der Herren von Freundsberg. Danach wechselten die Besitzer der Burg häufig und wurde die Burg im 16. Jhdt. zu einem Wohnschloss umgebaut. Im Jahre 1703 fielen im Zuge des "Boarischen Rummels" die Bayern in Tirol ein, verwüsteten, plünderten und brandschatzten das Schloss. Im 19. Jhdt. erwarb eine Cousine des Herzogs von Wellington das Anwesen und ließ die ca. 100 Zimmer ausstatten. Letztbesitzer ist die amerikanische Architektenfamilie Kump, die dort viele der Räume erneuerten, eine Zentralheizung und Bäder einbauten.
Das Heimatmuseum in Reith im Alpbachtal im Schlossturm von Burg Matzen gewährt Ihnen eine historische Reise durch das Alpbachtal. Zu Volkskultur und Tradition.
Öffnungszeiten von Juni bis September Dienstag und Freitag von 14-17 Uhr
Kulturtreffpunkte…
Während des „Matzener Sommer“ finden im Naturpark Matzen verschiedenste Veranstaltungen während der warmen Sommermonate statt.
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Quelle: Gemeinde Reith im Alpbachtal