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Riedering

by root last modified 2006-11-07 13:42

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Oberbayern
Einwohnerzahl ca. 5.299
Seehöhe 470-654 m
Verkehrsbüro Riedering, Tel.: +49(8036)615,
simssee-region@t-online.de
Veranstaltungskalender: www.riedering.de/html/veranstaltungen.html

Für geschichtlich Interessierte…

Das Gebiet des Inn- und Chiemgaus ist uralter Siedlungsboden. Zahlreiche archäologische Funde beweisen, dass diese Gegend bereits 1000 v.Chr. bewohnt war. Riedering ist eine keltische Gründung und zählt zu den ältesten Orten Oberbayerns. Als „Hrodheringas“ wurde es bereits 788 n.Chr. urkundlich erwähnt. Später gehörte der Ort zur Hofmark Neubeuern (unter den Freiherren von Thurn und den Grafen von Preysing). Die Urpfarrei Riedering untersteht seit Mitte des 12 Jhdt. dem Augustiner-Chorherrnstift Herrenwörth (bis zur Säkularisation), war jedoch noch bis 1612 meist von Weltpriestern besetzt. Im 30-jährigen Krieg hatte auch die Bevölkerung von Riedering viel zu leiden (Pest, Brandschatzung, Schwedeneinfall 1648), ebenso im spanischen und österreichischen Erbfolgekrieg. Nach 1860 Bildung der Gemeinde Riedering, 1808 gehörten von den 32 Höfen 18 zur Hofmark Neubeuern, 12 zum Rentamt Rosenheim und je 1 zur Hofmark Hartmannsberg und zur Pfarrei Stephanskirchen.
Die Haupterwerbszweige sind die Landwirtschaft und der Mittelstand. Durch landschaftlich reizvolle Lage gewinnt der Fremdenverkehr immer mehr an Bedeutung. Nach der Eingliederung der ehemaligen Gemeinden Neukirchen am Simssee, Pietzing und Söllhuben (1.Mai 1978) hat die Gemeinde 70 Ortsteile.

Sehen Sie selbst…

Die Filial- und Wallfahrtskirche Maria Stern und St. Johann-Baptist in Neukirchen dürfte bereits im 9. Jhdt. bestanden haben. Neubau um 1450. Im Jahre 1710 feierlich Übertragung des Gnadenbildes Maria Stern (aus der Pfarrkirche Riedering) nach Neukirchen. 1716 Erweiterung der Kirche, um 1750 durchgreifender Umbau und Barockisierung.

Die Kirche St. Stephan und Laurentius (roman./gotisch mit Barockausstattung), eine Filiale der Kuratie Hirnsberg (Pfarrei Söllhuben) wurde 1882 bis auf den Turm abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Seit 1750 Wallfahrt zur hl. Anna. Von Bedeutung für den Ort und seine Umgebung ist die alljährlich stattfindende Leonhardifahrt.

Eine Kirche in Söllhuben wird bereits Anfang des 10. Jhdts. bezeugt. Die jetzige Pfarrkirche St. Rupert und Martin wurde 1766 anstelle einer gotischen Kirche erbaut. (wahrscheinlich nach einem Entwurf von J.M. Fischer) Ansprechende Innenausstattung. Altäre 17. und 18. Jhdt.

Es finden sich auch noch die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Riedering und die Filialkirche St. Andreas und Vitus in Gögging am Tinninger See.


Kulturtreffpunkte...

Von Dezember bis April finden Theatervorstellungen und Feste von verschiedenen Vereinen statt. Über Auskünfte zu den Spielzeiten informiert die Tourist-Info-Simssee in Stephanskirchen (Tel. 0049/08036/615)

Die Riederinger Sänger sind eine bairische Volksmusikgruppe aus Riedering in Oberbayern.
Die Gruppe war schon in den 30-iger Jahren des 20. Jhdts. als Riederinger Buam im Umfeld des Volksliedsammlers Kiem Pauli bekannt. Die Riederinger Sänger gibt es auch heute noch, allerdings singen heute die Kinder und Enkel der ehemaligen Gründer.

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Quelle: Gemeinde Riedering

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