Rosenheim
Oberbayern
Einwohnerzahl ca. 59.820
Seehöhe 468 m
Touristinformation Rosenheim, Tel. +49(8031)3659061, touristinfo@rosenheim.de
Veranstaltungskalender: www.rosenheim.de/events/
Für geschichtlich Interessierte…
Nachweislich beginnt Rosenheims Geschichte in der Römerzeit, als die römische Militärmacht eine Innbrücke und die Militärstation „Pons Aeni“ errichtete. Über die Herkunft oder Bedeutung des Namens Rosenheim gibt es verschiedene Theorien, doch konnte bisher keiner dieser Erklärungsversuche einen schlüssig belegten Nachweis darüber erbringen, warum die Stadt diesen Namen trägt. Erstes Aufblühen im Mittelalter brachten der Salzhandel und die Innschifffahrt. Zwei Pestepidemien 1606 und 1634, Großbrände in den Jahren 1607, 1641 und 1684, Hochwasserkatastrophen 1641 und 1647, die Auswirkung des Dreißigjährigen Krieges, siebzig Truppeneinquartierungen zwischen 1632 und 1699 prägten das 17. Jhdt. in der Rosenheimer Geschichte als eine von Krisen, Stillstand, Rückschritt und Niedergang charakterisierte Epoche. Im Jahr 1810 erhielt Rosenheim eine Saline, die Sole wurde aus Bad Reichenhall nach Rosenheim geleitet. Die Eröffnung der Eisenbahnlinien München–Innsbruck und München–Salzburg (1857–1860) leiteten die Entwicklung zur heutigen wirtschaftlichen und kulturellen Metropole Südostbayerns ein. 1864 erfolgte die Stadterhebung durch König Ludwig II. Seit 1945 hat sich die Einwohnerzahl auf ca. 60.000 verdoppelt. Die reizvolle Architektur aus vielen historischen Blütezeiten zeigt: liebevoll restaurierte Bürgerhäuser, Plätze, Kirchen und kulturhistorisch wertvolle Details unterstreichen die Bedeutung der lebhaften Handelsstadt.
Sehen Sie selbst…
Der Max-Josefs-Platz – früher der Innere Markt und Schranne – ist heute die „Gute Stube“ der Stadt. Seit 1984 ist der historische Marktplatz Fußgängerzone. Der Max-Josefs-Platz ist umgeben von prächtigen Bürgerhäusern im Inn-Salzach-Stil. Typisch für diesen Baustil sind die Arkaden- und Laubengänge sowie die hinter teilweise hoch aufragenden Vorschussmauern verborgenen Grabendächer.
Von den ehemaligen Rosenheimer Markttoren ist nur das Mittertor aus dem 14. Jhdt. erhalten geblieben. Es trennte den Inneren vom Äußeren Markt und beherbergt heute das Städtische Museum.
Der 65 Meter hohe Turm der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus erhebt sich unmittelbar hinter dem Marktplatz und ist das Wahrzeichen der Stadt. Ältestes Kunstwerk des Gotteshauses ist das Schutzmantelbild aus dem Jahre 1514.
Die 1449 vom Handelsmann Hans Stier als Spitalkirche gestiftete Heilig-Geist Kirche beinhaltet ein kunsthistorisches Kleinod: das Luccabild als Seccomalerei aus dem 15. Jhdt.
Die vom Bürgermeister Simon Peer 1618 gestiftete St. Josephs- oder Spitalkirche ist mit zahlreichen Gemälden des Rosenheimer Malers Joseph Anton Höttinger ausgestattet.
Die 1737 erbaute Rossackerkapelle am Roßacker ist der einzige in sich geschlossene barocke Kirchenbau. Er wurde vom Bierbrauer Martin Schmetterer in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Brauhaus als private Stiftung errichtet.
Das architektonische Vorbild für die Loretokappelle auf der Loretowiese war die Santa Casa in Loreto in Italien. Die sehenswerte Kapelle wurde 1636 eingeweiht.
Der Riedergarten (Ecke Rathausstraße/Bismarckstraße)ist ein 1729 vom Stadtapotheker angelegter privater Garten, der überwiegend als Kräutergarten fungierte. 1925 wurde dieser vom Mediziner Dr. Hermann Rieder der Stadt als Sommergarten verkauft. Vor vier Jahren wurde der Riedergarten neu gestaltet und mit der Öffnung des Stadtbachgerinnes im Betonbett erhielt der Garten ein modernes Gepräge.
Seit 1987 ist der Salingarten vor dem Kultur + Kongress Zentrum ein Skulpturengarten, in dem Großplastiken bedeutender Bildhauer aus Rosenheim und Umgebung zu sehen sind.
Die Quest Kunstmühle an der Kunstmühlstraße ist ein bemerkenswerter ehemaliger Industriekomplex, dessen verschiedene Bauteile von 1855 bis 1916 errichtet wurden. Ab den 1990er Jahren aufwendig saniert, heute Gastronomie-, Büro- und Wohnungsnutzung. Das Kraftwerk der Kunstmühle liegt am Mangfallkanal (Klepperstraße). Im Obergeschoss befinden sich die Ausstellungsräume des Kunstvereins Rosenheim e.V.
Eine kräftige Stukkatur hochbarocker Prägung erfüllt den Innenraum der Pfarr- und Wallfahrtskirche Heilig Blut mit Leben. Mittelpunkt ist der Gnadenstuhl am Hochaltar. Die spätgotische Schnitzgruppe zählt zu den bedeutendsten Werken des Meisters von Rabenden.
Ein mächtiges Zwiebeldach krönt die 1668 erbaute barocke Rundkirche St. Johannes Baptist in Westerndorf bei Pang. Sehenswert sind die reichen Stuckarbeiten der Miesbacher Schule im Innenraum der Kirche.
Von Mai bis Oktober bietet die Touristinfo Stadtführungen durch Rosenheim an. Geschulte Führer informieren bei diesen Rundgängen über Geschichte und Sehenswürdigkeiten Rosenheims.
Termine und Themen unter 08031/365 90 61. Gruppenstadtführungen können jederzeit in der Touristinfo bestellt werden.
Im denkmalgeschützten Ellmaierhaus am Max-Josefs-Platz findet sich das holztechnische Museum, dort werden seit 1990 auf über 400 qm Ausstellungsfläche vielfältige Möglichkeiten der Be- und Verarbeitung von Holz gezeigt. Dabei werden nicht die Endprodukte sondern ihre Herstellung und die dazu erforderlichen Werkzeuge und handwerklichen Fähigkeiten und Techniken erklärt. Regelmäßige Sonderausstellungen runden das Angebot des Holztechnischen Museums ab.
Die „wasserbau- und schifffahrtstechnische Sammlung des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim“,
kurz: Inn-Museum, befindet sich im ehemaligen Bruckbaustadel an der Innbrücke. Mit vielen Originalobjekten lässt das Museum die Innschifffahrt der vergangenen Jahrhunderte lebendig werden und vermittelt Wissenswertes über Flusslandschaft/Flussbau, Geologie, Besiedlungsgeschichte, Schiffbautechnik, Brückenbau und die Entwicklung des Ausbaus von Wasserwegen.
Öffnungszeiten: auf Anfrage unter 0049/8031/305-01
Im Klepper Museum werden nicht nur zahlreiche Exponate und Dokumente über die bewegte Vergangenheit der Klepper-Boote, -Zelte und -Mäntel gezeigt, sondern auch der Werdegang und die Bedeutung der Firma Klepper, des einst größten Arbeitgebers der Stadt Rosenheim, skizziert.
Öffnungszeiten: auf Anfrage unter 0049/8031/273 70
Seit seiner Öffnung 1895 ist das Städtische Museum im Mittertor untergebracht. Präsentiert werden rund 5000 kostbare und teilweise einzigartige Exponate. Auf 550 qm erschließt sich dem Besucher in 23 Räumen die lokale Geschichte von der Besiedelung durch die Römer bis in die 50er Jahre des 20. Jhdts. Regelmäßige Sonderausstellungen ergänzen die Dokumentation zur Ortsgeschichte.
Öffnungszeiten: Di–Sa 10–17 Uhr, jeden 1., 3.+5. So/Monat 13–17 Uhr
Der Gebäudekomplex des ehemaligen Hofbräus, jetzt das Hofbräu und Ballhaus Rosenheim wurde ab 1994 aufwendig saniert und bildet mit seiner vielfältigen Nutzung ein Zentrum der östlichen Altstadt. Der Saalbau des Hofbräus mit Festsaal und Gewölbekeller entstand 1878. Seit 2001 steht das renovierte Gebäude als Ballhaus Rosenheim wieder für Veranstaltungen zur Verfügung. Tel. 79 88 00
Kulturtreffpunkte...
Mit dem Ausstellungszentrum Lokschuppen, einer ehemaligen Lokomotiven-Remise, erhielt die Stadt einen idealen Rahmen für große kulturelle Sonderausstellungen, Handelsmessen und Leistungsschauen. Themen und Termine entnehmen Sie bitte den aktuellen Veranstaltungskalendern. Infotelefon 365-9036
In der Kunstmühle zeigt der Kunstverein Rosenheim e.V. ausschließlich moderne Kunst. In wechselnden Ausstellungen werden überwiegend Arbeiten regionaler Künstler präsentiert. Tel. 121 66,
Öffnungszeiten: Do 9–13 Uhr, Fr–So 14–17.30 Uhr
Jährlich sechs Kunstausstellungen sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm (Konzerte, Lesungen, Führungen, Museumspädagogik) bietet die Städtische Galerie. Neben zeitgenössischer Kunst werden auch Ausstellungen mit Werken aus dem 19. und 20. Jhdt. gezeigt. Thematische Schwerpunkte sind Kunst aus der Region und Münchner Schule. Tel. 36 14 47
Öffnungszeiten: Di–So 10–17 Uhr
Mit dem Kultur + Kongress Zentrum bietet Rosenheim einen Tagungsplatz von internationalem Standard. Messen, Ausstellungen und Präsentationen des KU’KO sind zuverlässige Publikumsmagneten. Die Veranstaltungsreihen im KU’KO reichen von Meisterkonzerten mit berühmten Orchestern und Dirigenten über Operetten, Musicals bis zu Rockkonzerten, von Tanzveranstaltungen, Jazz, Kabarett bis zum Musik-, Literatur- und Kindertheater. Alle zwei Monate erscheint das Programmheft des Kultur + Kongress Zentrums, kostenlos bei der Touristinfo erhältlich. Tel. 365 9-365, www.kuko.de
Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–17 Uhr, Sa 10–16 Uhr
Bodenständig gibt sich Rosenheim, wenn am letzten Samstag im August die heiß ersehnte »fünfte Jahreszeit« mit dem Rosenheimer Herbstfest beginnt. 16 Tage lang ist die Stadt im bayerisch-zünftigen Ausnahmezustand. Das süffige Bier fließt in Strömen und sorgt für Stimmung in den Bierzelten, drum herum amüsieren sich Jung und Alt bei zahlreichen Fahrgeschäften und Erlebnis-Angeboten. Jeweils am Mittwochnachmittag ist Familientag. Alle Fahrgeschäfte kosten dann bis 18 Uhr nur den halben Preis.
www.herbstfest-rosenheim.de
Vorweihnachtliche Stimmung verbreitet sich auf dem Max-Josefs-Platz, wenn von Freitag vor dem 1. Advent bis zum 24. Dezember der Christkindlmarkt Einzug hält. Besonders festlich wird die Stimmung vor den pittoresken Fassaden der Innstadt-Häuser durch die Auftritte von Chören, Bläsern und Volksmusikgruppen.
www.christkindlmarkt-rosenheim.de
Ein Ereignis für Groß und Klein ist das Rosenheimer Stadtfest, das auf zahlreichen Straßen und Plätzen der Innenstadt begangen wird. Viele Bühnen mit verschiedenen Musikrichtungen, Theateraufführungen, Straßenkünstler und diverse neue Attraktionen lassen die Stadt zum Erlebnis werden. www.ro-city.de
Das Stadtspiel wird als Freilichtaufführung vor der Kulisse der historischen Innenstadt mit wechselnden Themen aufgeführt. Tel 326 74
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Quelle: Foto Trux