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Scheffau

by root last modified 2006-11-07 13:44

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Tiroler Unterland
Einwohnerzahl ca. 1.300
Seehöhe 752 m
Information Scheffau, Tel.: +43(5358)7373 ,
scheffau@skiwelt.at
Veranstaltungskalender:
http://scheffau.net/kalender


Für geschichtlich Interessierte…

Scheffau liegt am Fuße des Naturschutzgebietes Wilder Kaiser in 752 m Höhe und besteht aus den Ortsteilen Dorf, Blaiken und Hinterstein. Im kristallklaren Wasser des Hintersteiner Sees lässt sich im Sommer gut baden. Der Ort lebt hauptsächlich von der Tourismusindustrie. So zählt die Gemeinde etwa 2.000 Gästebetten in allen Kategorien. Hotels, Pensionen, Bauernhöfe, Chalets und ein Campingplatz sind ein weiterer Beweis.

Sehen Sie selbst…

Der Hintersteiner See ist ein Gebirgssee im Naturschutzgebiet Wilder Kaiser und gehört zum Gemeindegebiet von Scheffau am Wilden Kaiser in Tirol.
Der 56 ha große und 36 m tiefe See ist während der letzten Eiszeit entstanden und liegt auf einer Seehöhe von 883 m. Unterirdische Quellen beliefern den See mit kristallklarem Wasser. Der Hintersteiner See befindet sich in Privatbesitz der Tiroler Wasserkraft AG und wird in schonender Weise zur Elektrizitätsgewinnung genutzt. Der Abfluss erfolgt in die Weißache. Am See steht ein öffentliches Strandbad zur Verfügung. Empfehlenswert ist der einstündige Rundgang um den See, der an einigen Jausenstationen und an den schönsten Plätzen am See vorbeiführt.

Die Sage über den Hintersteiner See lautet wie folgt: In Hinterstein lebten damals übermütige, reiche Bauern, die auf ihrer saftigen Heimweide, das war die Gegend, wo heute der Hintersteiner See liegt, mit Butterknollen Kegel schoben. Es war eine mondhelle Nacht, als sie wieder einmal spielten. Da schwankte plötzlich der Boden unter ihren Füßen und sie sanken samt Haus und Hof in die Tiefe. Die Bauern aber sind für ihren Frevel auf die Scheffauerspitze hinauf verbannt worden und müssen dort zur Strafe Kegel schieben, solange der Kaiser steht. Diese Kegelstatt liegt etwas unterhalb der Spitze des Scheffauers in einem mit feinem Moosteppich belegten kleinen Felskessel.
Nach der Erzählung hatten die reichen Hintersteiner Bauern einen heftigen Streit um eine Quelle. Selbst an einem hohen Feiertag, dem Fronleichnamsfest, stritten sie den ganzen Tag, und zuletzt wurde gar noch gerauft. Wie am nächsten Tag in aller Früh die gemeinsame Sennerin der Bauern, ein rechtschaffenes, frommes Ding, dem Streit schon lange zuwider war, auf die Heimweide melken geht, sieht sie vor dem Haus eine kleine Wasserlache, wo sonst nie eine gewesen. Sie bemerkt sie kopfschüttelnd, geht aber weiter. Nach langem Suchen findet sie die Kühe, die zu ihrer Verwunderung dicht zusammen in einer Senke liegen. Sie melkt sie rasch, um bald wieder auf den Hof zu kommen, da sieht sie vom oberen Rand der Senke aus nur mehr das Dach eines einzelnen Hauses aus dem Wasser ragen.

Die Bärnstattkapelle zum Leidenden Heiland ist eine Wallfahrtskirche in Scheffau am Wilden Kaiser an der Straße zum Hintersteiner See. Die kleine Kapelle daneben ist die ursprüngliche Gnadenkapelle, die bereits im Jahr 1693 errichtet wurde. 1765 wurde das Gnadenbild in die neue Kapelle übertragen. Aus dem Jahr 1767 stammen die Kreuzwegbilder. Jahrhunderte lang fanden die Menschen aus nah und fern in der Bärnstattkapelle Trost und Hilfe. Zahlreiche Votivtafeln in der Kirche geben davon Zeugnis.


Kulturtreffpunkte...

Großen Anklang findet die alljährliche Leonhardiwallfahrt am 6. November, wo besonders dem hl. Leonhard, dem Schutzpatron des Viehs und der Pferde, gedacht wird.

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