Schwoich
Tiroler Unterland
Einwohnerzahl ca. 2.208
Seehöhe 582 m
Ferienland Kufstein, Tel.: 00800 847 26837, info@ferienland-kufstein.com
Veranstaltungskalender: www.schwoich.tirol.gv.at (Veranstaltungskalender)
Für geschichtlich Interessierte…
Schwoich ist eine typische Streusiedlung, bestehend aus einem kleinen Dorfkern umgeben von 6 Fraktionen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Gemeinde im Jahre 1042 n.Chr. in den Ebersberger Urkunden.
1607 wird die Kirche in Schwoich zum Vikariat erhoben und das Erzdiakonat Herrenchiemsee stellt die Priester Mitte des 16. Jhdts für die Mutterpfarre in Kirchbichl sowie die Vikariate Schwoich, Häring und Wörgl.
Franz und Anton Kink sind die Begründer der österr. Zementindustrie - Kalk- und Mergelsteinbrüche im Gremmtal am Rande des Gemeindegebietes – um 1850.
1891 wird Schwoich schlussendlich selbständige Pfarre, dies bedeutet die kirchliche Loslösung von der Mutterpfarre Kirchbichl - ein schwieriges Unterfangen.
Schwoich blieb weitgehend vom Zweiten Weltkrieg verschont, war jedoch vom Flüchtlingswesen stark betroffen. Ab dem Jahr 1960 setzte eine große Bautätigkeit ein, was einen inneren Strukturwandel bedeutete. Die Streusiedlung wächst immer mehr zusammen.
1973 erfolgt die Verleihung des Gemeindewappens durch die Tiroler Landesregierung. Dieses Wappen zeigt die symbolische Darstellung eines Kalkbrennofens in Bezug auf die Begründung der österr. Zementindustrie.
Sehen Sie selbst…
Die Pfarrkirche wurde dem Wald- und Rodeheiligen St. Ägydius, einem der 14 Nothelfer geweiht. Die Mutterpfarre war neben Häring und Wörgl seit 788 n.Chr. bei Kirchbichl, wurde bis 1805 seelsorgisch vom Archidiakonat Herrenchiemsee betreut (früher Kaplanei und Vikariat) und erst 1891 zur eigenen Pfarre erhoben.
Am Ortseingang befindet sich das Freiluft-Zementmuseum mit restaurierten Kalköfen im so genannten Russland. Diese Kalköfen erinnern an die Gründung des Zementwerkes durch den in Bozen geborenen Franz Kink.
Die historische Locherer Kapelle wurde 1736 zur Erinnerung an die Blockade Kufsteins während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701 - 1714) erbaut. Dabei eroberte Kurfürst Max Emanuel in einem kühnen Handstreich die Stadt und Festung Kufstein.
Kulturtreffpunkte...
Platzkonzerte im Sommer und Aufführungen der Theaterrunde gehören zum örtlichen Stelldichein.
Images
Quelle: Gemeinde Schwoich