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Stephanskirchen

by root last modified 2006-11-07 13:47

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Oberbayern
Einwohnerzahl ca. 9.731
Seehöhe 529 m
Verkehrsverein Stephanskirchen, Tel.: +49(08036)615,
verkehrsverein-stephanskirchen@t-online.de
Veranstaltungskalender: www.stephanskirchen.de/freizeit/veranstaltung.htm

Für geschichtlich Interessierte…

1130 wurde das Dorf Stephanskirchen erstmals urkundlich als stevenchirgen erwähnt. Stephanskirchen und die neu entstandene Arbeiter- und Taglöhnersiedlung Hofleiten wurden im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 selbständige politische Gemeinden. 1854 kam es zur Vereinigung von Hofleiten und Stephanskirchen. Aufgrund der sozialen Unterschiede kam es bis ins späte 19. Jhdt. zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Gemeindeteilen. Seit 1900 wurde Schlossberg durch die Nähe zu Rosenheim zum größten Ort im Gemeindegebiet. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen zahlreiche Flüchtlinge und Heimatvertriebene nach Stephanskirchen und gründeten die neue Siedlung Haidholzen. 2001 wurde in Schlossberg das neue Rathaus erbaut.
Die ältesten Siedlungsspuren im Gemeindegebiet, am Ziegelberg und am Doblergraben, gehen auf das 4. und 3. Jahrtausend vor Christus zurück. Unter den Römern gehörte der Bereich um Leonhardspfunzen zur Siedlung Pons Aeni. Die Innbrücke lag damals nördlich von Leonhardspfunzen bei Mühlthal. Um das Jahr 790 ist eine erste christliche Kirche, die „ecclesia ad sinsa“ im Gebiet um Sims und Simssee. Schloss Rosenheim auf dem Schlossberg über der Innbrücke wurde 1234 erstmals urkundlich erwähnt und entwickelte sich unter den Wittelsbachern zum Verwaltungs- und Gerichtssitz eines weiten Umlandes.
In den einstigen Hauptmannschaften Gehering und Stephanskirchen, Vorläufer der heutigen Gemeinde Stephanskirchen, herrschten bis ins 18. Jhdt. ländliche Strukturen vor. Im 19. Jhdt. entstanden zudem die Industriesiedlungen Pulvermühle und Ziegelberg. Durch das Gemeindeedikt von 1808 wurden in Bayern so genannte Ruralgemeinden gebildet. Nachdem eine Angliederung von Hofleiten und Schlossberg an Rosenheim gescheitert war, entstand die Gemeinde Stephanskirchen. Die reichen Stephanskirchener Bauern hatten wenig Freude an der Zusammenlegung mit ihren Nachbarn, meist Schiffsleute, Handwerker und Tagelöhner, für die sie hohe Soziallasten zu tragen hatten. Daher kam es beim 2. Gemeindeedikt 1818 zur Bildung einer eigenen Gemeinde Hofleiten, die zusammen mit Stephanskirchen eine Art Doppelgemeinde bildete. 1854 wurde die endgültige Vereinigung von Hofleiten und Stephanskirchen vollzogen. Streitereien zwischen beiden Gemeindeteilen in Kirchen- oder Schulangelegenheiten und erfolglose Versuche der Schlossberger und Hofleitner zur erneuten Bildung einer eigenen Gemeinde prägten das gemeindliche Leben bis ins späte 19. Jhdt.
Um 1900 wurde Schlossberg durch die Nähe zu Rosenheim zum größten Ort im Gemeindegebiet. Kaufleute und Handwerker siedelten sich an, und 1904 wurde Schlossberg neben Stephanskirchen zu einer eigenständigen Pfarrei erhoben. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen zahlreiche Flüchtlinge und Heimatvertriebene in die Gemeinde. Rund 2000 Vertriebene zogen in die neue Siedlung Haidholzen.
Im Jahr 2001 wurde in Schlossberg der Grundstein für das neue Rathaus gelegt, das der Bedeutung Stephanskirchens als Unterzentrum gerecht werden soll.
Heute dominieren Vorortsiedlungen und Gewerbebauten den westlichen Teil der Gemeinde. Hier ist der Einfluss der nahen Stadt Rosenheim sichtbar. Der Osten der Gemeinde am Simsseeufer um Stephanskirchen und Baierbach ist noch weitgehend ländlich geprägt. Ein reges Vereinsleben, Trachten- und Brauchtumspflege und zahlreiche Initiativen zur Selbstvermarktung bäuerlicher Produkte kennzeichnen diese Orte bis heute.

Sehen Sie selbst…

Die größte Kunstuhr der Welt ist in der Weinstube beim Gocklwirt (Erbauer: Josef Kreß 1880-1886) zu besichtigen.

In und um Stephanskirchen finden sich wie der Name schon sagt zahlreiche Kirchen und Kapellen, die größten sind die Kirche St. Magdalena in Baierbach, die Kirche zu den heiligen 14 Nothelfern in Kleinholzen, die St. Leonhardskirche in Leonhardspfunzen und die Brunnenkapelle in Leonhardspfunzen.

Images

stephanskirchen1

Quelle: Gemeinde Stephanskirchen

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