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Tuntenhausen

by root last modified 2006-11-07 13:48

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Oberbayern
Einwohnerzahl ca. 6.685
Seehöhe 456 m
Gemeinde Tuntenhausen, Tel.: +49(8067)9070-0,
info@tuntenhausen.de
Veranstaltungskalender: www.tuntenhausen.de/veranstaltungen.phtml

Für geschichtlich Interessierte…

Mit der Endsilbe ”-hausen”, womit eine befestigte Wohnanlage - eine Burg beschrieben wird, versteht er den Namen Tuntenhausen als Bezeichnung für ein Haus oder mehrere Häuser auf Hügeln. Die geographische Beschaffenheit der Landschaft bestätigt Klöckels Annahme.
”Drumlin” werden die sanften Hügel genannt, die sich von Bad Aibling über Jakobsberg, Tuntenhausen bis über die Attel hintereinander aufgereiht durch die Landschaft ziehen. Die Bildung eines Ortsnamens auf ”-hausen” war allerdings erst später üblich. Möglicherweise nahm das Land ein Tunto oder Tunti mit seiner Familie in Besitz, wie im Nachbarort Sindlhausen ein Sindilo als Namensgeber nachzuweisen ist. Sindilo und Tunti werden um 770 in den Freisinger Traditionen genannt. Um das Jahr 1000 erscheint der Name Tuntenhausen als Tontinhusa und um 1151 als Tuntinhusen. Andere Schreibarten sind: Tutenhusin, Tutilhusen, Tontenhussen und Tontinhusa, doch seit dem 13. Jhdt. besteht der Name Tuntenhausen.
Auch wenn die Ortsnamensforschung noch nicht abgeschlossen ist, so kann als ziemlich gesichert angenommen werden, dass in der bajuwarischen Zeit ein nach Selbständigkeit strebender Tunti oder Tunto sich aus einer der Siedlungen der Umgebung aufgemacht hat, in diesem wald- und wasserreichen Landstrich einen Hof zu bauen und die mittelschweren Böden zu nutzen. ...
Im frühen Mittelalter kam ein Teil dieses Gebietes in den Besitz des Klosters Tegernsee, das bis zur Säkularisation in Ostermünchen ein Verwaltungszentrum besaß. Durch Schenkung und Vererbung waren aber auch die Bistümer Freising und Chiemsee hier begütert, wodurch es immer wieder zu Streitigkeiten kam, die oft einer gerichtlichen Einigung bedurften. Deshalb kommt diesen uralten Gerichtsakten, Schenkungsurkunden und Güterverzeichnissen beachtliche Bedeutung zu, da sie Aufschluss über die grundherrschaftliche Zugehörigkeit der ersten Höfe geben.
Die Pfarreien Tuntenhausen und Schönau mit allen Filialkirchen wurden vom 13. Jhdt. bis zur Säkularisation Anfang des 19. Jhdts. vom Kloster Beyharting mitversorgt, das sich auch um die Schulbildung seiner Pfarrkinder kümmerte.
Bis Anfang des 19. Jhdts. lag die juristische Zuständigkeit für das Gemeindegebiet Tuntenhausen bei den Landgerichten Aibling, Schwaben und Rosenheim, deren Grenzen hier aneinander stießen. Zusätzlich konnten die Grafen von Maxlrain und das Kloster Beyharting in ihren Hofmarken die niedere Gerichtsbarkeit ausüben.
Mit der Säkularisierung 1803 verlor das Kloster seinen Besitz und seine Rechte. Zunächst wurde die Verwaltung dieser Ortschaften in Steuerdistrikten organisiert, später folgte dann die Gemeindeverordnung
Von 1818 bis zur Gemeindegebietsreform im Jahre 1978 bestand das heutige Gemeindegebiet Tuntenhausen mit einer Gesamtfläche von 69 qkm aus 4 selbständigen Einzelgemeinden. Diese waren Lampferding, Tuntenhausen, Beyharting und Hohenthann. Die Gemeinde Lampferding wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform geteilt, so dass der nördliche Teil mit den Ortschaften Kronau, Ried und Angelsbruck zum Landkreis Ebersberg und der Gemeinde Emmering (Verwaltungsgemeinschaft Assling) fielen. Die restlichen Orte gehören seither zur Gemeinde Tuntenhausen im Landkreis Rosenheim. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit der Akzeptanz der Bürger, kann man heute behaupten, die ehemaligen Gemeinden sind heute zu einer Einheit zusammengewachsen. Dies ist vor allem dem Fleiß und Mut des 30 Jahren (seit 1972) im Amt befindlichen Ersten Bürgermeister Josef Haas zu verdanken, welcher die Zusammenlegung mit geleitet hat. Er hat unermüdlich für eine gerechte Behandlung der einzelnen Gemeindeteile gearbeitet und sie so zusammengeschweißt. Für Gemeinderatsmitglieder, Bürgermeister und Verwaltung bedeutete es schon eine Herausforderung, die in fast zwei Jahrhunderten entstandenen unterschiedlichen Entwicklungsstrukturen aufzufangen und in eine gesamtheitliche Richtung zu bringen. Ein 1986 am Ortsrand von Tuntenhausen neu errichtetes Rathaus gilt inzwischen als Symbol für die Einheit der ehemaligen Gemeinden.

Sehen Sie selbst…

Das Kloster Beyharting dürfte um 1100 n. Chr. errichtet worden sein. Die Gesamtanlage war im Mittelalter wesentlich größer als heute. Das Augustinerchorherren-Kloster wurde im Jahre 1802 im einstigen kurbayerischen Landgericht Aibling säkularisiert. Hierher war die Pfarrei Tuntenhausen mit ihrer bedeutenden Wallfahrt inkorporiert. Heute sind im Klostergebäude unter Anderem ein Kindergarten sowie öffentlich zugängliche Räume untergebracht. Der Kreuzgang erfreut sich des Öfteren eines regen Treibens bei Veranstaltungen und Ausstellungen örtlicher Vereine und Gruppen

 

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tuntenhausen1

Quelle: Gemeinde Tuntenhausen

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