Bad Feilnbach
Oberbayern
Einwohnerzahl ca. 7.213
Seehöhe 514 m
Kurverwaltung, Tel.: +49(8066)1444, info@feilnbach.de
Veranstaltungskalender:www.feilnbach.de/tourismus/veranstaltungen/kalender/kalender.php
Für geschichtlich Interessierte…
Die Gemeinde Bad Feilnbach ist im Zuge der Gemeindegebietsreform aus den ursprünglichen Gemeinden Feilnbach, Wiechs, Au bei Bad Aibling, Dettendorf und Litzldorf entstanden. Bei den einzelnen Gemeindeteilen handelt es sich um alte Siedlungen, die zum Teil schon zur Römerzeit entstanden sind. Urkundlich erwähnt wird Feilnbach erstmals im Jahr 980 als „Fulinpah“.
Landschaftlich herrlich gelegen, wird Bad Feilnbach dank seines milden Klimas gern als „bayerisches Meran“ bezeichnet. Reichhaltige Moorvorkommen sorgen seit der Jahrhundertwende für große Heilerfolge bei verschiedensten Leiden. Auf der Grundlage dieser heilklimatischen Voraussetzungen hat sich Bad Feilnbach durch kontinuierlichen Ausbau und ständige Modernisierung seiner Kur- und Freizeiteinrichtungen zu einer bekannten Kur- und Fremdenverkehrsgemeinde entwickelt. Die erheblichen Leistungen auf bäderwirtschaftlichem und balneologischem Gebiet sind nach verschiedenen Zwischenstationen (1964 Ernennung zum Luftkurort mit Moorkuranstalten, 1969 Ernennung zum Heilbad) im Jahr 1973 schließlich mit der Ernennung zum Bad gewürdigt worden. Trotz der großen Bedeutung des Kur- und Fremdenverkehrswesens hat die Gemeinde aber ihren ländlichen Charakter bewahrt. Für die rund 170 landwirtschaftlichen Klein- und Mittelbetriebe stellt die Milcherzeugung die Haupteinnahmequelle und der Obstanbau eine nicht unbedeutende Nebeneinnahme dar.
Daneben sind in der als Kleinzentrum eingestuften Gemeinde mehrere Holzbe- und -verarbeitungsbetriebe, darunter Sägewerke, Schreinereien und Zimmereien zu verzeichnen.
Kfz-Werkstätten, Baugeschäfte und ausreichend vorhandene Handels- und Dienstleistungsunternehmen runden das wirtschaftliche Gesamtbild ab.
An örtlichen Einrichtungen sind insbesondere das Rathaus mit Haus des Gastes, zwei Volksschulen mit je einer Turnhalle, vier gemeindliche Kindergärten, zwei Freischwimmbäder, drei dezentrale Gemeindefriedhöfe, vier Feuerwehren, Veranstaltungssäle, ein Naturpark, mehrere Sport- und Tennisplätze, ein weit verzweigtes Wanderwegnetz, Skilift, Langlaufloipen, ein Campingplatz und rund ein Dutzend Kirchen und Kapellen vorhanden.
In kultureller Sicht kann die Gemeinde auf berühmte Künstler stolz sein. Unter anderem sind die Baumeister der Hausstätter und Dientzenhofer hier geboren und aufgewachsen, während die Maler Leibl und Sperl mehrere Jahre in Kutterling wirkten. Heute werden Tracht, Musik, Gesang und Laienspiel von vielen Vereinen und Gruppen gepflegt und lebendig erhalten. Zu nennen ist hier auch die bekannte alljährliche Leonhardifahrt in Lippertskirchen. Weitere Möglichkeiten zu aktiver und passiver Freizeitgestaltung sind nicht zuletzt durch die Angebote der Volkshochschule und der Sportvereine gegeben.
Sehen Sie selbst…
Im Kirchenbau der Pfarrkirche Herz Jesu von 1955 sind Teile des spätgotischen Passionsaltars aus der ehemaligen Klosterkirche Tegernsee enthalten.
Das Naturmoor in Bad Feilnbach hat eine ganz spezielle heilende Wirkung. Seit 30 Jahren ist der Ort ein bekanntes Heilbad und dort werden neben der klassischen Schulmedizin viele alternative Heilmethoden angewendet.
Beinahe heimlich – ganz versteckt im Wald, liegt die Ruine der ehemaligen Zementfabrik. Erbaut zur Gründerzeit und folglich wegen des hohen Bedarfs an Zement durchaus Erfolg versprechend, nahm die Fabrik im Jahr 1891 ihren Betrieb auf. Fehlkalkulationen und die durch die Produktion verursachte Umweltverschmutzung erregten allerorts die Gemüter. Ein jähes Ende fand die Zementfabrik bei einem ungeklärten Brand im September 1898.
Kulturtreffpunkte...
Die Chorwoche des Bayerischen Sängerbundes beginnt jedes Jahr am Ostermontag.
Jedes Jahr am zweiten Oktoberwochenende findet der weit über die Region bekannte Bad Feilnbacher Apfelmarkt statt.
Images
Quelle: Gemeindeamt Bad Feilnbach