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Veranstaltung der Euregio Inntal – Chiemsee – Kaisergebirge – Mangfalltal zum Thema „Ländlicher Raum“

by ww — last modified 2009-05-13 11:59

Der sogenannte „Ländliche Raum“ mit all seinen Stärken und Schwächen ist äußerst vielschichtig in seinen Erscheinungsformen und bietet eine Menge Diskussionspotential. Dies zeigte eine Fachtagung der Euregio Inntal am 07. Mai 2009 im Landratsamt Rosenheim.

Veranstaltung der Euregio Inntal – Chiemsee – Kaisergebirge – Mangfalltal zum Thema „Ländlicher Raum“

Die Referenten und zahlreiche anwesende Euregio-Vorstandsmitglieder diskutierten das Thema "Ländlicher Raum"

Euregio-Präsident Bgm. Franz-Xaver Heinritzi begrüßte über 40 Teilnehmer aus Bayern und Tirol im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes Rosenheim.

Unter ihnen waren die Bezirkshauptleute von Kufstein und Kitzbühel, zahlreiche Bürgermeister, Verwaltungsfachleute sowie Vertreter vieler gesellschaftlich relevanter Gruppen. Ziel dieser Euregio-Veranstaltung war es, die Problemfelder des Ländlichen Raumes diesseits und jenseits der Grenze zu definieren und Lösungen aufzuzeigen, wie der Ländliche Raum auch im Verhältnis zu den Städten und Verdichtungsräumen in eine gute Zukunft geführt werden kann.

In jeweils regionsbezogenen Referaten zeigten eingangs Dr. Sebastian Eder, Obmann des Forums Land Tirol, Hofrat Mag. Franz Rauter, Vorstand der Abteilung Raumordnung-Statistik bei der Tiroler Landesregierung und Thomas Bauer, Regionsbeauftragter bei der Regierung von Oberbayern, auf, wo der ländliche Raum heute steht und mit welchen Herausforderungen er konfrontiert ist. Dabei wurde schnell klar, dass die Gemeinden in Tirol und in Bayern vor ähnlichen Problemen stehen und dass es gewaltiger Kraftanstrengungen bedarf, diesen Problemen auch künftig Herr zu werden. Detailliert erläuterten die Referenten u.a. die Fragestellungen zur demographischen Entwicklung, zu den Veränderungen in der Landwirtschaft, zur Notwendigkeit einer angepassten Wirtschafts- und Infrastruktur, dem Gebot des Ausbaus sozialer Einrichtungen, dem Erhalt wohnortnaher Schulen und nicht zuletzt der Pflege einer für den ländlichen Raum so wichtigen intakten Umwelt.

Unter der Themenstellung, Pflege und Gesundheit, Regionales Wirtschaften sowie Raumordnung und räumliche Entwicklung, wurden anschließend in Workshops alle in diesem Zusammenhang aufgetretenen Fragen vertieft und ausführlich diskutiert. Die jeweiligen Ergebnisse wurden dann im Plenum vorgestellt.

Zusammenfassend waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Probleme unserer globalisierten Welt voll auf den Ländlichen Raum durchschlagen. Die Teilnehmer zeigten sich aber zuversichtlich, dass die Euregio Inntal als Ländlicher Raum mit seinen zahlreichen Stärken in der Lage ist, die vielschichtigen Herausforderungen anzunehmen und zu bestehen.

Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Gemeinden weit stärker als bisher über ihre Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Altenheime, Sportanlagen, Kulturstätten oder auch die Ausweisung von Gewerbegebieten sollten dort, wo dies sinnvoll ist, gemeinsam geschultert werden. Damit einhergehen muss zudem ein verstärktes bürgerliches Engagement, auch über Parteigrenzen hinweg. Der Erhalt und Ausbau vitaler Ortsgemeinschaften zur Vermeidung von Abwanderung in die Ballungsräume hat dabei eine hohe Priorität.

Präsident Heinritzi bedankte sich zum Schluss bei allen Teilnehmern für die engagierte Mitarbeit und kündigte weitere Initiativen zu dieser Thematik an. Die Veranstaltung zeigte, dass die Euregio hierfür eine hervorragende Plattform bietet.

In Kürze finden Sie auf der Euregio-Seite den Endbericht dieser Veranstaltung zum Download.

 

auf dem Foto von links nach rechts:
Wolfgang Berthaler, Bgm. Gemeinde Flintsbach, Mag. Walter Weiskopf, Geschäftsführer der Euregio, Dr. Christoph Hochenegg, Bezirkshauptmann Kitzbühel, Dr. Sebastian Eder, Obmann Forum Land Tirol, Franz-Xaver Heinritzi, Präsident der Euregio, Dr. Michael Berger, Bezirkshauptmann Kufstein, Prof. Walter J. Mayr, Vizepräsident der Euregio, Hofrat Mag. Franz Rauter, Amt der Tiroler Landesregierung, Gerhard Prentl, Wirtschaftsförderung Landratsamt Rosenheim, Thomas Bauer, Regionsbeauftragter Regierung von Oberbayern.
Foto: Landratsamt Rosenheim